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Konzerne müssen für beschleunigten Atom­ausstieg entschädigt werden

Chinas neuer Trick für deutsche Firmen-Übernahmen

Mittwoch, 02.11.2016 19:00 von

Das Reich der Mitte schaltet Firmen vor, um deutsche Unternehmen einfacher schlucken zu können. Wirtschaftsminister Gabriel wehrt sich – doch er trifft auf die perfektionierte Kunst des Verschleierns und Täuschens.

Die Kunst des Verschleierns und des Täuschens, das wusste schon der chinesische Militärstratege und Philosoph Sunzi, gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten, um eine Schlacht zu gewinnen. Sunzi lebte im fünften Jahrhundert vor Christus. Doch Chinas heutige Führung unter dem allmächtigen Staats- und Parteichef Xi Jinping hat die Kunst offenbar perfektioniert.

In den vergangenen Monaten haben sich mehrere vermeintlich private Investoren bei deutschen Unternehmen eingekauft, unter anderem beim Betonpumpenhersteller Putzmeister und dem Roboterhersteller Kuka aus Augsburg. Doch nach Recherchen der WirtschaftsWoche steckt hinter diesen chinesischen Firmen oft der Staat. Ihre Chefs sind nicht mehr als Handlanger des Staatsbetriebs.

Und schlimmer noch: Der amerikanische Geheimdienst soll beim Kanzleramt interveniert haben, um den Deal mit den Chinesen zu verhindern. Die Amerikaner präsentierten, so heißt es aus deutschen Sicherheitskreisen, Ermittlungsergebnisse, wonach Produkte von Aixtron auch militärisch genutzt werden können, etwa für Lenksysteme in Raketen. China könne auf Aixtron-Maschinen produzierte Chips in seinem Nuklearprogramm einsetzen. Die Gefahr ist umso größer, je kürzer der Dienstweg zwischen Chinas Führung und Aixtrons neuen Besitzern ist. Im Oktober hatte deswegen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) seine Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Übernahme durch einen chinesischen Investor überraschend zurückgezogen.

Die Erkenntnis über den kurzen Draht zwischen den möglichen neuen Aixtron-Eigentümern und der Führung in Peking dürfte die Skepsis von Bundeswirtschaftsminister Gabriel gegenüber chinesischen Investoren weiter befeuern.

Der Investor FCG ist ein Mysterium

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