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Chinas Allmacht über den Goldbesitz des Landes

Mittwoch, 07.09.2016 15:21

Wenn über China geschrieben wird, dann zumeist über die Auswirkungen der chinesischen Wirtschaft auf die Rohstoffwelt und über wirtschaftspolitische Zusammenhänge mit der restlichen Welt. Was mittlerweile allgemein bekannt ist, funktionieren Maßnahmen seitens der chinesischen Regierungen rasch, direkt und ohne lange Diskussionsrunden in diversen Gremien. Damit unterscheiden sie sich gewaltig von der überwiegend demokratischen restlichen Welt. Nun spinnen wir genau diesen Gedankengang einmal weiter und beziehen ihn auf Gold. Kann China im schlimmsten Falle alles Gold (Goldkurs) des Landes konfiszieren, wenn man der Meinung ist, dass es den Staatsinteressen dient? Die Antwort ist ein klares JA.
Dazu ist es notwendig die Hierarchie des Systems zu verstehen. Eine kurze Übersicht der Verhältnisse dient dem besseren Verständnis, warum ein klares JA zur Allmacht Chinas keine unrealistische Willküraussage darstellt.

Die Regierung kontrolliert direkt die Zentralbank, die Volksbank von China.
Die Volksbank von China ist Eigentümer der Goldbörse in Shanghai.
Alle Goldimporte mit Ausnahme der der Juweliere laufen über die Goldbörse in Shanghai(SGE).
Gold von der SGE geht überwiegend in den Bankensektor.
Die chinesischen Banken sind integrierter Teil des chinesischen Goldmarktes und unterliegen der Kontrolle der Regierung.
Auch wenn die Juweliere außerhalb des Einflusses der Regierung stehen, sie werden nicht umhin können ihr Gold an die Banken auszufolgen, wenn die Regierung dies per Gesetz fordert.

Wie man sieht wäre der Durchgriff der Regierung auf Gold über die ihr unterstellten Strukturen ohne große Probleme machbar....
 
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