China-Sorgen drücken Dax ins Minus

Donnerstag, 13.10.2016 09:40 von

Maue Firmenbilanzen, geldpolitische Unwägbarkeiten, der unsichere Ausgang der US-Wahl – und jetzt auch noch neue Befürchtungen um die chinesische Konjunktur: Dax-Anlegern sehen wenig Grund für gute Laune.

Die Sorgen über den Zustand der chinesischen Wirtschaft sind zurück und haben am Donnerstagmorgen auch die Stimmung am deutschen Aktienmarkt getrübt. Der Leitindex Dax rutschte nur wenige Minuten nach dem Handelsbeginn unter die Marke von 10.400 Punkten. Zuletzt notierte er 1,3 Prozent tiefer bei 10.385 Punkten. Vorangegangen sind bereits zwei Verlusttage im wichtigsten deutschen Börsenbarometer.

Die am Donnerstag vorgelegten chinesischen Außenhandelszahlen waren überraschend schwach ausgefallen und haben unter Beobachtern neue Sorgen über den Zustand der zweitgrößten Volkswirtschaft entfacht. So waren die Ausfuhren in US-Dollar gerechnet im September um 10 Prozent eingebrochen. Auch an vielen asiatischen Börsen ging es zuletzt entsprechend abwärts.

Ähnlich trübe begann der Tag am breiteren deutschen Markt: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor ein Prozent auf 21.035 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,8 Prozent auf 1.767 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rutschte um 1,4 Prozent auf 2.967 Punkte ab.

Belastend wirken zudem maue Firmenbilanzen und die Unsicherheit über die US-Geldpolitik belasten die Märkte. Händler fürchten, dass die US-Bilanzsaison wenig erfreulich verlaufen wird. Zudem geht von den US-Wahlen weiterhin große Unsicherheit aus.

Aus dem nach Handelsschluss in Europa veröffentlichten Protokoll der Fed-Sitzung im September ging hervor, dass die Notenbank trotz interner Differenzen über den rechten Zeitpunkt auf eine Zinserhöhung zusteuert. An den Terminmärkten sehen die Anleger die Wahrscheinlichkeit eines solchen Schrittes für Dezember bei rund 70 Prozent.

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