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China setzt der Wall Street zu

Donnerstag, 13.10.2016 20:00 von

Erst Spekulationen über die Zinswende, dann miese Exportdaten aus China: Die Wall Street fällt am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Zu den Verlierern gehörte vor allem die Großbank Wells Fargo (Wells Fargo Aktie).

Schwache Handelsdaten aus China haben die US-Börsen am Donnerstag auf den tiefsten Stand sei drei Monaten gedrückt. Die enttäuschenden Exportdaten aus der Volksrepublik drückten auf die Stimmung und schürten Konjunktursorgen, sagten Händler. Die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hatte im September zehn Prozent weniger exportiert. Zudem belastete die Aussicht auf eine US-Zinserhöhung noch 2016 die Kurse.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor im Verlauf 0,4 Prozent auf 18.066 Punkte. Auch der breiter gefasste S&P-500 gab 0,4 Prozent auf 2129 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,6 Prozent auf 5206 Stellen.

Positive Daten vom US-Arbeitsmarkt bestärkten die Anleger in der Einschätzung, dass die Notenbank noch im Dezember die Zinsen anheben wird. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lag mit 246.000 weiter auf dem niedrigsten Wert seit 1973. Höhere Zinsen sind potenziell negativ für Aktien, weil dadurch andere Anlageformen attraktiver werden, die Unternehmen mehr Geld für kreditfinanzierte Investitionen ausgeben müssen. Zudem halten sich Verbraucher eher mit Anschaffungen zurück, wenn sie beim kauf auf Pump höhere Zinsen zahlen müssen.

Zu den Verlieren gehörte an der Wall Street die Großbank Wells Fargo mit einem Kursminus von rund zwei Prozent. Nach dem Skandal um dubiose Verkaufspraktiken und Geisterkonten hatte Bankenchef John Stumpf am Mittwochabend seinen Posten geräumt.

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