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Champions League: Süditaliener wollen Titelverteidiger ärgern

Montag, 13.02.2017 15:15 von

In der italienischen Liga ist Napoli seit vielen Wochen in bestechender Verfassung: Seit stolzen 18 Pflichtspielen haben die Kampanier nicht mehr verloren und in diesem Zeitraum unfassbare 40 Tore erzielt. Die letzte Niederlage datiert vom 29. Oktober beim knappen 1:2 bei Tabellenführer Juventus Turin. Doch wie stark die von Maurizio Sarri trainierte Mannschaft wirklich ist, wird sich erst in der Champions League zeigen.

"Wir spielen ein Auswärtsmatch beim Klub-Weltmeister. Die sind so stark, dass wir wirklich nicht wissen, ob wir überhaupt in der Lage sind, mit ihnen mitzuhalten", findet ein ehrlicher Napoli-Coach Sarri. Der 58-Jährige fügte jedoch schnell hinzu: "Natürlich werde ich meinen Jungs erzählen, dass sie mit Courage aufs Spielfeld gehen sollen. Wenn du die nicht hast und deinem Gegner nicht mit Entschlossenheit begegnest, dann macht es keinen Sinn."

Die Geschichte soll die Neapolitaner zusätzlich tragen: Der Tabellendritte der Serie A spielte vor fast 30 Jahren schon einmal gegen Real - und zwar mit Diego Maradona. Der argentinischen Legende schlechthin, die 1986 Weltmeister wurde, 1986/87 sowie 1989/90 die bis heute einzigen beiden Napoli-Meisterschaften ermöglichte und den Pokalsieg 1987 sowie den UEFA-Pokal 1989 holte. In der damaligen Landesmeister-Spielzeit 1987/88 schied Neapel zwar mit dem damals noch besten Spieler der Welt im Team in der ersten Runde des Europapokals der Landesmeister gegen die Königlichen aus (0:2, 1:1), doch es verkaufte sich wahrlich teuer.

Diesmal ruhen die Hoffnungen nicht mehr nur auf einem Spieler: Mit den offensiven Fixpunkten Lorenzo Insigne, dem ehemaligen Madrilenen José Callejon oder Schützenmeister Dries Mertens (16 Saisontore in 22 Serie-A-Partien) verfügt der Verein auch ohne den im Sommer zur Juve abgewanderten Gonzalo Higuain über extrem gefährliche Waffen. Außerdem wollen rund 10.000 Fans das Team nach Spaniens Hauptstadt Madrid begleiten. Der gesamte Tross reist derweil mit dem Selbstvertrauen von acht Siegen und 30 Toren in den vergangenen zehn Liga-Spielen an. "Als ich ein Kind war, habe ich mir jedes Spiel von Real Madrid am Fernsehen angeschaut. Aber auch wir haben ein starkes Team und mehrere Champions im Kader", spricht Piotr Zielinski.

Antreiber und Anführer Hamsik

Auf einem Mann liegt der Fokus aber doch vielleicht ein Stück weit mehr: Marek Hamsik. Der SSC-Kapitän gilt als legitimer Nachfolger des heiligen Maradona, wird schon jetzt verehrt und schultert seit Jahren die großen Hoffnungen der heimischen Fans auf weitere Titel.

Der schussgewaltige Anführer und Antreiber, der seit 2007 für den Klub aus Süditalien spielt und in über 400 Spielen über 100 Tore schoss, verlängerte seinen Kontrakt trotz Wechselwünschen seines slowakischen Nationaltrainers Jan Kozak ("Ich glaube, Neapel ist zu klein geworden für ihn") bis 2020. Die Liebe verfestigte sich dadurch nur noch weiter.

Die Fans feiern Hamsik ohnehin seit langer Zeit im Stadion San Paolo, am Trainingsgelände und auf der Straße mit dem Wort "Außerirdischer" (Extraterrestre). Der Nationalspieler sagte einmal provokant: "Ich kann mit 140 km/h durch Neapel fahren ohne einen Strafzettel zu bekommen." Doch zur Heiligsprechung fehlen eben noch die ganz großen Erfolge. Bisher steht zu Buche: Pokalsieger 2012 und 2014, Serie-A-Dritter 2014, Fünfter 2015, Vize-Meister 2016.