Bundeswehreinsatz soll verlängert und ausgeweitet werden

Montag, 10.10.2016 20:00 von

Der Besuch der Bundestagsabgeordneten auf der Luftwaffenbasis Incirlik hat eines bewirkt: Der Bundeswehreinsatz in der Türkei soll früher als geplant verlängert und sogar erweitert werden. Im November wird abgestimmt.

Nach dem Besuch von Bundestagsabgeordneten auf der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik will die Bundesregierung den Bundeswehreinsatz in der Türkei früher als geplant verlängern und sogar erweitern. Das Kabinett will schon am Mittwoch einen neuen Mandatstext für die Beteiligung am Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) beschließen, der zusätzlich den Einsatz deutscher Soldaten in „Awacs“-Aufklärungsflugzeugen der Nato vorsieht.

Das teilten Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den Fraktionschefs im Bundestag am Montag in einem Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Der Bundestag kann nun schon im November statt wie ursprünglich geplant im Dezember über den Einsatz abstimmen.

Bisher unterstützt Deutschland mit 250 Soldaten, sechs „Tornado“-Aufklärungsjets und einem Tankflugzeug die Angriffe auf Stellungen des IS in Syrien und im Irak. Mit dem geplanten „Awacs“-Einsatz schaltet sich nun erstmals auch die Nato in den Anti-IS-Kampf ein. Während die „Tornados“ Ziele am Boden erfassen können, überwachen die „Awacs“ den Luftraum. Mit ihrem pilzförmigen Radaraufbau sind die Flugzeuge vom Typ Boeing (Boeing Aktie) 707 in der Lage, andere Luftfahrtzeuge in mehr als 400 Kilometern Entfernung zu orten und zu identifizieren.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.