Bundesregierung verärgert über IWF-Äußerungen

Donnerstag, 06.10.2016 16:20 von

Finanzminister Schäuble ärgert sich über die IWF-Kritik an der Deutschen Bank. Nach Informationen des Handelsblatts beschwerte sich die Bundesregierung umgehend. Der Entrüstungssturm verfehlte seine Wirkung wohl nicht.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) Christine Lagarde betonen gerne und oft ihre Freundschaft. Gleichwohl ist derzeit das Verhältnis zwischen Bundesregierung und Währungsfonds alles andere als spannungsfrei. Kurz vor Beginn der IWF-Jahrestagung gab es nun erneut Ärger. Grund sind öffentliche Einlassungen des IWF zur Deutschen Bank. Schäuble würde die Krise des größten deutschen Geldinstituts am liebsten ganz fern halten von den Gesprächsrunden in Washington. Während er daher beharrlich jeden Kommentar verweigert, ist man beim IWF weniger zurückhaltend.

Noch während Schäuble im Anflug auf Washington war, ging der für Finanzmärkte zuständige IWF-Direktor Peter Dattels am Mittwochnachmittag bei der Präsentation des Berichts zur Finanzmarktstabilität auch explizit auf das deutsche Geldhaus ein. „Die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) gehört zu den Banken, die weiter Anpassungen vornehmen müssen, um Investoren davon zu überzeugen, dass ihr Geschäftsmodell für die Zukunft tragfähig ist“, sagte er. Die Aussage klingt harmlos. Doch angesichts der schwierigen Lage der Bank und der hochnervösen Investoren kann jedes Wort die Krise verschärfen — erst Recht aus dem Mund von einem IWF-Experten.

Entsprechend verärgert war man in Berlin. Nach Informationen des Handelsblatts beschwerte sich die Bundesregierung umgehend. Der deutsche Exekutivdirektor Steffen Meyer soll den Unmut übermittelt haben. Von „Riesenärger auf Seiten der Deutschen“ war die Rede.

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