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Bundesbank übt für später

Dienstag, 29.11.2016 11:40 von

Die Bundesbank und die Deutsche Börse erproben die Verschlüsselungstechnologie Blockchain. Noch aber steht ihr Projekt mit digitalen Wertpapieren ganz am Anfang. Vor allem die Bundesbank will experimentieren.

Manchmal muss auch die Deutsche Bundesbank ganz klein anfangen. Selbst wenn sie mit der Deutschen Börse, immerhin einem Dax-Konzern, zusammenarbeitet. Denn Börse und Bundesbank proben derzeit gemeinsam den Umgang mit der neuen digitalen Technologie Blockchain. Dafür haben sie einen Blockchain-Prototypen für die Abwicklung von Wertpapieren entwickelt.

„Eine neue Technologie versteht man am besten, wenn man mit ihr experimentiert“, sagt Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele bei der Vorstellung des Projekts. Der Prototyp sei noch weit von einem realen Einsatz entfernt. „Wir müssen verstehen, welche Chancen und Risiken die Technologie bietet.“

Die neue Verschlüsselungstechnologie Blockchain ist in der Finanzindustrie derzeit in aller Munde. Aktien- und Anleihegeschäfte könnten damit direkt zwischen Käufer und Verkäufer abgewickelt werden – schneller und für die Institute günstiger als bisher. Die Technologie wird unter anderem von der Cyber-Währung Bitcoin genutzt.

Blockchain ist eine auf dem Internet basierende Software, bei der alle Beteiligten automatisch identische Datensätze bekommen, die nachträglich nicht mehr geändert werden können. Sie verspricht hohe Kostenvorteile gegenüber eigenen Datennetzen, wie etwa Swift im Zahlungsverkehr, die unabhängig vom Internet betrieben werden. Und sie gilt als manipulationssicher.

40 Mitarbeiter beteiligt

Eingesetzt wird Blockchain bisher allerdings erst wenig. Viele Banken und Börsenbetreiber schauen sich die Technologie derzeit an und überlegen, wie und ob sie damit umgehen wollen und können. Auch Deutsche Börse und Bundesbank betonen, dass ihr Prototyp, der digitale Wertpapiere und digitale Münzen nutzt, von einer Marktreife weit entfernt sei und dass es noch einige Jahre dauern dürfte, bis er einmal tatsächlich genutzt werde.

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