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Brexit belastet die Gewinne japanischer Konzerne

Mittwoch, 26.10.2016 13:20 von

Währungseffekte nach dem britischen EU-Votum machen den japanischen Traditionsunternehmen Canon (Canon Aktie) und Nintendo zu schaffen. Selbst der weltweite Hype um ein Smartphone-Spiel konnte den Gewinn nicht retten.

Der Anstieg des Yen nach dem Brexit-Votum schlägt auf japanische Traditionskonzerne durch. Canon kostete die Entwicklung im abgelaufenen Quartal fast die Hälfte des operativen Gewinns, weshalb der Kamera- und Druckerhersteller seine Prognose für das Gesamtjahr herunterschraubte. Nintendo rutschte sogar in die roten Zahlen. Einnahmen aus dem beliebten Smartphone-Spiel Pokemon Go konnten die Währungseffekte nicht wettmachen. Nintendo zeigte sich deshalb für den Rest des Jahres ebenfalls pessimistischer als noch im Sommer.

Nach dem Anti-EU-Referendum der Briten im Juni gewann der Yen an Stärke, was die Produkte japanischer Hersteller im Ausland verteuert. Canon macht vier Fünftel seines Umsatzes im Ausland, den größten Teil davon in Europa. Für das laufende Geschäftsjahr, das im Dezember endet, rechnet der Konzern nur noch mit einem operativen Jahresgewinn von 235 Milliarden Yen (umgerechnet rund zwei Milliarden Euro). Bereits im Juli hatte Canon die Erwartungen auf 265 Milliarden Yen heruntergeschraubt. Dem Konzern macht auch die sinkende Nachfrage nach seinen Kameras und Druckern zu schaffen. Dagegen zog der Verkauf von Bauteilen für Flachbildschirme an. Von Juli bis September fiel der operative Gewinn um 48 Prozent auf umgerechnet 352 Millionen Euro. Analysten hatten mit deutlich mehr gerechnet.

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