Boss-Anzüge werden in Deutschland teurer

Mittwoch, 16.11.2016 11:00 von

Nur noch zwei Marken, weniger neue Läden und Einheitspreise in der Eurozone sollen die Mode des Edelschneiders aus Schwetzingen wieder begehrlich machen.

Hugo Boss wird sich künftig auf zwei Marken beschränken: Hugo und Boss. Das bisherige Farbenspiel aus Boss Orange (Orange Aktie), Green und Black wird nicht mehr fortgeführt. Die drei Linien werden in die Kernmarke Boss integriert, um den Kunden über alle Trageanlässe ein konsistentes Markenerlebnis zu bieten, teilt das Unternehmen am Rande einer Investorenkonferenz in London mit.

Boss verspreche sich davon, seine Marktstellung im wachstumsträchtigen Freizeitbekleidungs-Bereich deutlich zu stärken. Denn im Gegensatz zu Boss werde Hugo künftig mit preislich attraktiven, hochmodischen Kollektionen eine breitere junge Kundenschicht ansprechen. Die Einstiegspreislagen von Hugo werden dabei im Schnitt rund 30 Prozent unter denen der Kernmarke Boss liegen. Vollständig umgesetzt werde die Neuausrichtung des Markenportfolios mit der Auslieferung der Frühjahrskollektion 2018.

„Mit Boss und Hugo haben wir zwei starke Marken mit eigener Identität, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen“, sagte Boss-CEO Mark Langer. „Wir wollen mit Boss die begehrteste Marke im gehobenen Premiumsegment sein. Die zukünftige Ausrichtung von Hugo als Trendmarke mit einem attraktiven Leistungsversprechen eröffnet uns zusätzlich Wachstumschancen.“ Dabei werde die reguläre Kollektionsentwicklung um ein Konzept erweitert, mit dem ausverkaufte Bestseller noch innerhalb einer Saison nachgeliefert und Kollektionen anhand kurzfristiger Trends ergänzt werden können.

Der Edelschneider aus Metzingen muss sich neu erfinden, nachdem eine teure Ladenexpansion und der Versuch, die Marke Boss im Luxussegment zu etablieren, fehlgeschlagen waren. Auch die Krise in der Modebranche geht an dem schwäbischen Unternehmen nicht spurlos vorbei. „Die enttäuschende Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit ist aber nicht allein auf das schlechte Marktumfeld zurückzuführen“, sagte Langer. „Es hatte auch hausgemachte Gründe.“

Herrenmode rückt in den Vordergrund

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