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Bosch gegen Emio: der unfaire Kampf der E-Roller-Sharer

Mittwoch, 21.09.2016 06:20 von

Das Start-up Emio bietet Carsharing auf zwei Rädern: Motorroller mit E-Antrieb. Nun bekommt das Team Konkurrenz von der Bosch-Tochter Coup. Die wollen den Markt aufrollen. Und nennen mich total (Total Aktie) bescheuert "Coupster".

Wer wissen will, wie er sich in ein paar Jahren fortbewegen wird, der kann sich das heute schon einmal in Berlin angucken.Carsharing ist da schon Standard. Noch recht neu ist E-Roller-Sharing: per Smartphone einen elektrischen Motorroller minutenweise mieten. Die Dinger sind wendig, dürfen wie Fahrräder auf jedem Bürgersteig abgestellt werden, solange man mit dem Kinderwagen durchkommt. Damit entfällt die Parkplatzsuche. Das Problem ist ein für allemal gelöst! Und dank des E-Motors sind die Roller einfach zu fahren und leise unterwegs wie eine Raubkatze.Das verdanken wir Emio. Das Berliner Start-up hat im Frühjahr 2015 begonnen, 150 ihrer warmorange-farbenen E-Roller im Retro-Look in der Stadt aufzustellen. Wer sich beim Anbieter registriert hat, kann die E-Roller künftig per Smartphone-App reservieren, hingehen, per Tastendruck in der App Helmbox öffnen, Helm und den Schlüssel entnehmen.

Das Problem: Das System ist sympathischer, als Emio es mit seinen 150 Rollern aushält. Das Ergebnis: Schon diesen Sommer waren Emios kaum mehr zu kriegen. Wollte ich schnell mal eben zu einem Termin, waren von den 150 Emios mitunter gerade mal gut 20 frei. In ganz Berlin. Und dann eben kilometerweit entfernt.

Ich ertappte mich jüngst dabei, wie ich an einem abgestellten Emio vorbei lief und mir dachte: "Soll ich es mieten, wenn da schon mal eins steht?" Dabei musste ich nirgends hin.Mittlerweile habe ich mir abgewöhnt, die Emio-App zu öffnen, wenn die Fahrt dringend ist.

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