Boom am US-Jobmarkt ebbt ab

Freitag, 07.10.2016 16:40 von

Der Boom am US-Arbeitsmarkt hat sich im September leicht abgeschwächt. Es wurden rund 19.000 Stellen weniger geschaffen als zuvor erwartet. Trotzdem sind die Zahlen solide – und damit auch eine Zinserhöhung denkbar.

Der Boom am US-Arbeitsmarkt hat sich im September leicht abgeschwächt. Eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr bleibt damit in der Schwebe. Private Firmen und der Staat schufen insgesamt 156.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington bekanntgab. Experten hatten mit einem wesentlich höheren Zuwachs von 175.000 gerechnet. Zudem stieg die getrennt erhobene Arbeitslosenquote um einen Tick auf 5,0 Prozent. US-Währungshüterin Loretta Mester sprach dennoch von "soliden Zahlen", zumal im August nach revidierten Daten sogar 167.000 Stellen entstanden: "Wir haben Vollbeschäftigung. Da wäre es sinnvoll, die Zinsen um einen Viertelprozentpunkt zu erhöhen", sagte die Chefin der Fed von Cleveland zum Sender CNBC.

Auch viele Händler sehen sich in ihrer Erwartung bestärkt, dass die Notenbank Fed im Dezember die Zinszügel anziehen wird. Denn eine Erhöhung Anfang nächsten Monats und damit wenige Tage vor den Präsidentschaftswahlen vom 8. November wird an den Märkten als unwahrscheinlich eingeschätzt. "Die Zahlen sind nicht stark genug, um bei der Fed unmittelbaren Handlungsbedarf auszulösen", sagte Ökonom Michael Jones vom Finanzhaus RiverFront Investment. Gebremst wurde der Stellenaufbau insbesondere durch den Staat, der 11.000 Jobs strich.

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