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Boni und Pleiten – Nobelpreis für Vertragsforscher

Montag, 10.10.2016 13:00 von

Den Wirtschaftsnobelpreis 2016 erhalten der Brite Oliver Hart und der Finne Bengt Holmström. Während Hart sich mit Konkursen befasst hat, erforschte Holmström Boni-Verträge. Bis vor wenigen Jahren war er Nokia-Aufseher.

Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht an Oliver Hart und Bengt Holmström. Das teilte die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie am Montag in Stockholm mit. Hart, Jahrgang 1948, arbeitet an der Harvard University. Holmström, Jahrgang 1949, lehrt am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge.

Damit eine Gesellschaft funktionieren kann, sind Verträge notwendig. „Oliver Harts und Bengt Holmströms Forschung beleuchtet, wie Verträge uns dabei helfen, viele Interessenskonflikte zu lösen“, heißt es in der Begründung. Die Arbeiten der beiden seien „wertvoll für das Verständnis von Verträgen“, schreibt das Nobelkomitee weiter. 

In einem ersten Kommentar zeigte sich Holmström über den Preis sehr überrascht. „Ich bin sehr glücklich“, erklärte er. Der finnische Wissenschaftler hat sich mit Manager-Verträgen zu Bonizahlungen beschäftigt. Er konnte dabei auf eigene Erfahrungen zurückgreifen. Denn bis vor ein paar Jahren saß Holmström im Aufsichtsrat des finnischen Telekommunikationskonzern Nokia (Nokia Aktie). Unter anderem hat sich Holmström damit beschäftigt, wie ein Vertrag ausgeformt sein sollte, damit alle Beteiligten sich gerecht behandelt fühlen.

Ein Bonus sollte demnach nicht ausschließlich an die Entwicklung des Aktienkurses eines Unternehmens gekoppelt sein. Nach Holmströms Erkenntnissen sind für die Entwicklung des Aktienkurses viele mehr Faktoren als nur das Agieren des Vorstandschef verantwortlich. Eine Kopplung des Aktienkurses an das Gehalt würde einen Direktor für reines Glück belohnen.

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