'BöZ': Energiekonzernen drohen höhere Kosten bei Atommüll-Entsorgung

Donnerstag, 06.10.2016 08:54 von

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Vereinbarung der Bundesregierung mit den vier großen Energiekonzernen zur Finanzierung der Atommüll-Entsorgung könnte für die Unternehmen teurer werden als bisher geplant. Bei weiteren Verzögerungen könnten die bisher erwarteten 26 Milliarden Euro überstiegen werden, heißt es in einem Brief der Leiter der Atomkommission KFK Ole von Beust (CDU), Matthias Platzeck (SPD) und Jürgen Trittin (Grüne) an den Staatssekretärsausschuss Kernenergie unter Leitung von Bundesminister Peter Altmaier (CDU), der der "Börsen-Zeitung" (Donnerstag) vorliegt. Dem Bericht zufolge ist ein deutlich später als zunächst geplantes Treffen der zuständigen Staatssekretäre am 10. Oktober der Grund für das Schreiben.

"Wird das Jahresende nicht erreicht, drohen neue Berechnungen", heißt es dem Bericht zufolge in dem Brief. Das liege daran, dass die Rückstellungen dann noch länger verzinst werden müssten. Bei einem weiteren Jahr könnte sich der Betrag auf rund 27 Milliarden Euro erhöhen. Die Energiekonzerne müssen die Summe auf eine öffentlich-rechtliche Stiftung übertragen, diese übernimmt die Entsorgung des Atommülls./nmu/she/stb