Börsengang für Leukoplast-Hersteller vorerst vom Tisch

Mittwoch, 30.11.2016 21:00 von

Ein Börsengang des Medizinprodukte-Herstellers BSN medical ist Insidern zufolge vorerst kein Thema. Zwei Unternehmen hätten Übernahmeangebote vorgelegt, die im Rahmen der Preisvorstellungen von Eigentümer EQT (EQT Aktie) lägen.

Ein Börsengang des Hamburger Medizinprodukte-Herstellers BSN medical ist Insidern zufolge vorerst vom Tisch. Der schwedische Papier- und Hygiene-Spezialist SCA ("Tempo") und der Finanzinvestor BC Partners hätten Übernahmeangebote für BSN medical vorgelegt, die im Rahmen der Preisvorstellungen von Eigentümer EQT lägen, sagten mehrere mit dem Verkaufsprozess vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. EQT hatte auf eine Bewertung des "Leukoplast"-Herstellers von mehr als drei Milliarden Euro inklusive Schulden gehofft. Nur wenn die Gespräche mit einem der beiden Bieter scheiterten, wäre ein Börsengang im Frühjahr 2007 wieder eine Option. EQT hatte bisher beide Varianten parallel geprüft.

Der schwedische Finanzinvestor EQT und die genannten Bieter wollten sich nicht zu den Informationen äußern. Insidern zufolge hatten sich auch der badische Autozulieferer Freudenberg und ein chinesischer Konkurrent für BSN medical interessiert. Sie seien aber schon früher aus dem Rennen ausgeschieden.

BSN medical war 2001 entstanden, als Beiersdorf (Beiersdorf Aktie) und die britische Smith & Nephew ihr Geschäft mit medizinischen Pflastern und anderen Instrumenten zur Wundbehandlung in ein Gemeinschaftsunternehmen einbrachten. Heute zählt der Konzern rund 6000 Mitarbeiter. EQT war 2012 für 1,8 Milliarden Euro mit 69 Prozent bei BSN eingestiegen. Der Finanzinvestor hat das Unternehmen seit seinem Einstieg unter anderem durch Zukäufe in Frankreich, Brasilien, Südafrika und Neuseeland ausgebaut. Für das laufende Jahr erwartet BSN medical einen operativen Gewinn (Ebitda) von 216 Millionen Euro, 2017 sind 235 Millionen geplant.

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