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Börse zweifelt an Volkswagens Stärke

Dienstag, 27.09.2016 15:40 von

Obwohl VW in den USA Strafzahlungen in Milliardenhöhe drohen, beteuert der Autobauer, finanziell stark aufgestellt zu sein. Die Rückstellungen deckten aller Risiken ab. An der Börse bleiben jedoch Zweifel.

Volkswagen sieht sich trotz drohender Strafzahlungen in Milliardenhöhe in den USA weiter in der Lage, die Lasten des Abgasskandals zu stemmen. Die finanzielle Stärke des Konzerns sei „immer noch ziemlich robust“, teilten die Wolfsburger mit. Ein Sprecher verwies auf die im Zusammenhang mit den Abgasmanipulationen bisher gebildeten Rückstellungen von 17,8 Milliarden Euro. Damit seien alle bis heute bekannten Sondereffekte abgedeckt.

An der Börse blieben jedoch Zweifel. Die VW-Aktie, die zuvor wegen eines Medienberichts massiv an Wert verloren hatte, dämmte ihre Verluste nur wenig ein. Am Nachmittag notierte das Papier bei 111,65 Euro fast vier Prozent im Minus und war damit einer der größten Verlierer im Leitindex Dax.

Dabei spielten offenbar Spekulationen eine Rolle, Volkswagen (VW Aktie) könnte in den USA das gleiche Schicksal drohen wie der Deutschen Bank. Für Deutschlands größtes Geldhaus hat das US-Justizministerium umgerechnet gut zwölf Milliarden Euro als Strafe für unsaubere Geschäfte auf dem amerikanischen Immobilienmarkt vor der Finanzkrise aufgerufen. Diese Summe übersteigt die Rückstellungen der Deutschen Bank um ein Vielfaches. Experten und die Bank selbst rechnen jedoch damit, dass die endgültige Strafe im Rahmen von Verhandlungen noch deutlich gedrückt werden kann.

Einigung bis Januar?

Hintergrund des Kursrückgangs bei VW war Börsenhändlern zufolge ein Bericht der Agentur „Bloomberg“, wonach das amerikanische Justizministerium derzeit auslote, wie hoch eine Strafe gegen Volkswagen ausfallen könnte, ohne die Zukunft des Unternehmens infrage zu stellen.

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