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Bitcoin unter Druck: Steht die Kryptowährung vor einer Aufspaltung?

Montag, 27.03.2017 12:42 von

Spekulation über eine Bitcoin-Aufspaltung sorgen für hohe Volatilität bei der Kryptowährung.
Spekulation über eine Bitcoin-Aufspaltung sorgen für hohe Volatilität bei der Kryptowährung. - © istock.com/Tsokur
Die Online-Währung Bitcoin ist in der vergangenen Woche unter die wichtige Marke von 1.000 US-Dollar gefallen. Der Kurs sank binnen weniger Tage um rund 22 Prozent ab. Dabei sorgt nicht nur die nicht erteilte Zulassung für den ersten Bitcoin-ETF durch US-amerikanische Behörden für Gesprächsstoff. Es geht um eine mögliche Aufspaltung der Währung.

Die digitale Währung Bitcoin macht ihrem Ruf als extrem volatiles Investment derzeit mal wieder alle Ehre. Allein in der vergangenen Woche verlor das digitale Geld mehr als 20 Prozent seines Wertes. Zwar liegt der Bitcoin am Montag Vormittag leicht im Plus - mit einer Bewertung von aktuell rund 990 US-Dollar je Bitcoin notiert die Kryptowährung jedoch unter der Marke von 1.000 US-Dollar.

Bitcoin-ETF der Winklevoss-Zwillinge blockiert

Die monatelangen Diskussionen um den ETF Winklevoss Bitcoin Trust, die den Kurs der Digitalwährung Anfang März so in die Höhe trieben, dass der Bitcoin zeitweise mehr wert war als eine Feinunze Gold, wurden Mitte des Monats enttäuschend beendet. Die amerikanische Regulierungsbehörde Securities and Exchange Commission hat den Handel des ETF auf der Plattform  Bats BZX Exchange untersagt. Die Aufgabe der Regulierungsbehörde besteht darin, Anleger vor unsicheren Fonds zu schützen. Da Bitcoin eine sehr volatile und unberechenbare Währung ist, die nicht regulierbar sei, stellt sie nach Meinung der Behörde ein erhöhtes Risiko für Anleger dar. Die Entscheidung bedeutet zwar noch lange nicht das generelle Aus für den ETF-Handel von Bitcoins, jedoch löste sie trotzdem einen hohen Kursverlust von zwischenzeitlich 18 Prozent an nur einem Tag aus.  Der Winklevoss Bitcoin Trust wäre weltweit der erste ETF auf Bitcoins gewesen.

Spekulation um Spaltung des Bitcoin

In der vergangenen Woche rutsche der Wert der Digitalwährung dann nochmals dramatisch in den Keller - und unter die 1.000 US-Dollar Marke. Grund hierfür sind Spekulationen über eine möglichen Aufspaltung der Währung. Aufgrund von Einschränkungen in der Technologie wird von vielen Bitcoin-Nutzern bereits seit längerem eine neue Variante des Bitcoins oder eine Erweiterung der aktuellen Währungstechnologie gefordert.

Zahlreiche Bitcoin-Börsen sind nun offenbar bereit für den Handel einer neuen Bitcoin-Variante. 19 am Handel von Bitcoin beteiligte Unternehmen haben ein Statement veröffentlicht, wonach  sie sich auch auf einen Handel der neuen Variante Bitcoin Unlimited vorbereiten. Dies sei nicht als Verurteilung des ursprünglichen Bitcoin zu verstehen oder als Einmischung in die Philosophie hinter dem Kryptoverfahren, sondern geschehe rein aus praktischen Gründen.  Die Aufspaltung der Währung wird durch diesen Statement allerdings nicht unwahrscheinlicher.

Bitcoins sollen wie Bargeld funktionieren, sie werden jedoch nicht von einer Zentralbank herausgegeben, sondern dezentral in einem Computernetzwerk erzeugt – und zwar unter Verwendung starker Verschlüsselungsverfahren. Die vermeintliche Fälschungssicherheit wird von Anhängern des Verfahrens als großer Pluspunkt gesehen.  Das Schöpfen des Geldes erfolgt nach einem strengen kryptografischen System. Die maximale Anzahl ist auf 21 Millionen Bitcoins beschränkt. Zudem werden alle Bitcoin-Transaktionen  in dem dezentralen Netzwerk verwaltet, und zwar über miteinander verkettete Datenblöcken, deren Größe auf ein Megabyte beschränkt ist.

Aufgrund dieser Konstruktion aber gerät das Bitcoin-Netzwerk immer stärker an seine Grenzen. Bitcoin Unlimited sieht sowohl flexible Blockgrößen als auch die Aufhebung des Limits vor. Das Problem: Ein solches Vorgehen wäre auf keinen Fall mit dem bestehenden dezentralen Netzwerk kompatibel. Ein anderer Vorschlag lautet daher, lediglich das Verfahren für die Transaktionen zu verändern, das Limit der Bitcoins aber aufrechtzuerhalten.

Da die Währung allerdings von den Nutzern lebt, entscheiden auch diese über die mögliche Aufspaltung. Aktuell wird Bitcoin Unlimited lediglich von 30 bis 40 Prozent der Nutzer, die Bitcoin-Mining betreiben, unterstützt. Damit es zu einer Aufspaltung kommt, müsste diese Zahl noch deutlich steigen.  

Expertenmeinungen zufolge spricht allerdings viel gegen die Aufspaltung der Kryptowährung. Dadurch könnte die Währung, die sich zunächst auch durch die politischen Unsicherheiten in Folge des Brexit und der US-Wahl deutlich aufgewertet hatte, wieder Verluste verzeichnen. Im Falle des Verbleibs bei einer Währung könnte nach Ansicht von Marktbeobachtern der Kurs allerdings auch schnell wieder in die Höhe klettern. Ob Aufspaltung oder nicht: Die Volatilität wird der Kryptowährung Bitcoin wohl auch weiter erhalten bleiben.