Billigmode trotzt dem Brexit-Blues

Montag, 12.09.2016 12:20 von

Der Siegeszug der Billigmode von Primark geht global weiter. Der Mutterkonzern ABF profitiert dazu noch vom schwachen Pfund nach dem Brexit-Votum. Trotzdem stürzt die Aktie ab – was dahinter steckt..

Für viele Jugendliche ist Primark das Paradies auf Erden. Ein T-Shirt für unter drei Euro, eine Leggins für zehn oder ein Pulli für 15 Euro – mit prall gefüllten Papiertüten ziehen viele Teenies nach einer Shoppingtour wieder aus der Innenstadt ab. Kein Wunder, dass da bei dem Unternehmen die Kassen klingeln.

Hinter Primark steht der britische Konzern Associated British Foods (ABF). Zu dem Unternehmen zählen neben der Bekleidungskette auch noch die berühmte Teemarke Twinings, der Kakao Ovomaltine (der in Großbritannien unter dem Namen Ovaltine verkauft wird) oder Speiseöl der Marke Mazola. Insgesamt hat ABF das Geschäft in die fünf Sparten Lebensmittel, landwirtschaftliche Produkte, Zucker, Zutaten und Einzelhandel mit Primark aufgeteilt.

124.000 Menschen arbeiten für ABF, fast die Hälfte davon bei Primark. Gut zwei Drittel des Konzernergebnisses steuert die Modemarke mit ihren 315 Läden bei – selbst in den USA wurden erste Geschäfte eröffnet.

Der Gewinn von ABF werde in dem am 17. September endenden Geschäftsjahr etwas höher als im Vorjahr sein, teilte ABF am Montag mit – und das trotz der Sorgen, das überraschende „Brexit“-Votum der Briten könnte die britischen Teenies vom Shoppen abhalten. Im Frühjahr hatte ABF zudem gewarnt, dass das Wetter ungünstig gewesen sei.

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