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Bieterkampf um Stada nimmt Fahrt auf

Freitag, 17.02.2017 00:04 von Handelsblatt

Ein dritter Investor meldet Interesse am Arzneimittelhersteller Stada (STADA Aktie) an - eine internationale Beteiligungsgesellschaft, wie es in Finanzkreisen heißt. Die Offerte setzt nun die anderen Bieter unter Zugzwang.

Der Bieter-Wettlauf um Stada gewinnt an Tempo: Der hessische Arzneimittelhersteller hat nach eigenen Angaben inzwischen einen dritten Interessenten an der Hand. Dieser biete – bisher noch unverbindlich – 58 Euro je Aktie für die Übernahme von Stada, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Bad Vilbel bei Frankfurt mit. Das entspricht 3,6 Milliarden Euro, 100 Millionen oder zwei Euro je Aktie mehr als der Finanzinvestor Cinven bisher zu zahlen bereit ist.

In Finanzkreisen hieß es, auch der neue Interessent sei eine große internationale Beteiligungsgesellschaft. Stada selbst nannte keinen Namen, betonte aber, das Angebot stehe unter bestimmten Bedingungen.

In der kommenden Woche werde ein konkretes Angebot des Finanzinvestors Advent erwartet, der zwar bereits offiziell Interesse bekundet, seine Offerte aber noch nicht beziffert hat, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen. Neben Cinven und Advent gelten die Beteiligungsfirmen Permira, CVC und Bain Capital als Interessenten für den Hersteller des Erkältungsmittels Grippostad und der Sonnenmilch Ladival. Advent, CVC, Permira und Bain wollten sich nicht dazu äußern.

Die 58-Euro-Offerte setzt die anderen Bieter unter Zugzwang. Advent hatte Finanzkreisen zufolge zunächst vorsichtiger geplant als Cinven und wollte dessen 56-Euro-Angebot allenfalls leicht übertrumpfen. Nun liegt die Latte zwei Euro je Aktie höher. "Gleich zu Beginn 60 Euro auf den Tisch zu legen, wird sich aber kein Bieter trauen", sagte einer der Insider. Schließlich bekommen die Interessenten erst jetzt Zugang zu internen Daten, die ihnen eine genauere Analyse der Lage von Stada erlauben.

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