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BGH verhandelt über Surfprotokolle

Dienstag, 14.02.2017 14:46 von

Die Vorstellung, mit jedem Klick im Internet Spuren zu hinterlassen, erschreckt viele Menschen. Ein Piraten-Politiker streitet vor Gericht für mehr Anonymität im Netz. Unumstritten ist sein Ansatz allerdings nicht.

Wer sich im Internet über eine Krankheit informiert oder in einer Krise mit dem Partner nach Beratung sucht, wird kaum wollen, dass ihm dabei jemand über die Schulter lugt. Was aber, wenn jeder Schritt im Netz einen digitalen Fußabdruck hinterlässt und diese Spuren viel über uns verraten können? Der Datenschutz-Aktivist und Piraten-Politiker Patrick Breyer führt für mehr Anonymität beim Surfen einen Musterprozess. An diesem Dienstag geht er vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in die entscheiden Phase. (Az. VI ZR 135/13)

Um was genau geht es?

Bei den meisten Internetseiten wird automatisch über alle Zugriffe Protokoll geführt. Gespeichert werden dabei auch die IP-Adressen der Besucher. So eine Adresse braucht jeder Computer, damit er überhaupt Daten aus dem Internet abrufen kann. In Deutschland handelt es sich hier oft um sogenannte dynamische IP-Nummern. Das bedeutet, dass der Rechner keine feste Adresse hat, sondern immer wieder neue Ziffernfolgen zugewiesen bekommt. Das Protokoll liegt beim Betreiber der Website. Mit der IP-Adresse etwas anfangen kann aber nur der Internetanbieter wie die Deutsche Telekom (Deutsche Telekom Aktie) oder Vodafone - er allein weiß, zu welchem Anschluss sie gehört.

Warum halten Kritiker wie Breyer das für problematisch?

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