Betroffene drohen Mineralölkonzernen mit Klagen

Donnerstag, 15.09.2016 16:40 von

Den Mineralölkonzernen droht juristischer Ärger nach der raschen Schließung fast aller Erdgas-Zapfsäulen in Folge des explodierten Erdgastanks an einer Tankstelle. Sichere Gas-Autos sollen ein neues Zertifikat bekommen.

Nach dem schweren Unfall am vergangenen Freitag beim Betanken eines Erdgasautos im niedersächsischen Duderstadt, bei dem der Erdgastank eines VW Touran an einer Aral-Tankstelle explodierte und den Besitzer schwer verletzte, wies zunächst Marktführer Aral alle Tankstellenpächter an, vorerst kein CNG mehr abzugeben und die entsprechenden Zapfsäulen zu sperren. Kurz darauf zogen Esso, Shell (Royal Dutch Shell A Aktie), Jet und die meisten freien Tankstellen nach. Seitdem können Besitzer von Erdgas-Autos diese praktisch nicht mehr nutzen, es sei denn, sie verfügen über eine bivalente Bauart (mit Reserve-Benzintank). Die Erdgasautos sind wegen des im Vergleich zu Benzin oder Diesel geringeren Spritpreises vor allem bei Handwerkern, Pflegediensten oder Stadtwerken als Busse und Lieferwagen beliebt.  Erste Betroffene überlegen nun, gegen die Mineralölkonzerne wegen der aus ihrer Sicht überzogenen Maßnahme zu klagen. Roland Schüren, Geschäftsführer der Bäckereikette Schüren Brot in Hilden, sagte der WirtschaftsWoche: „Durch die Umstellung auf Benzinbetrieb von acht Erdgas-Lieferautos entstehen uns monatliche Mehrkosten von knapp 1000 Euro“. Er überlege, gegen den Betreiber der örtlichen Erdgastankstellen zu klagen. „Betroffen von dem technischen Defekt, der in Duderstadt zur Explosion geführt hat, sind nur VW-Modelle“, so Schüren, er selber fahre ausschließlich Busse von Daimler (Daimler Aktie), die keinerlei Sicherheitsrisiko darstellten.VW-Rückrufaktion läuft seit Mai

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