Betriebsrat wirft Großeigner mangelnden Reformwillen vor

Sonntag, 20.11.2016 12:40 von

Nachdem VW-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche den Abbau Zehntausender Stellen verteidigt hat, meldet sich nun Betriebsratschef Bernd Osterloh zu Wort: Er wirft dem Großeigner mangelnden Reformwillen vor.

Nach dem angekündigten Abbau von Zehntausenden Stellen bei Volkswagen (VW Aktie) hat Betriebsratschef Bernd Osterloh verärgert und irritiert auf eine Aussage des VW-Großaktionärs Wolfgang Porsche reagiert. „Wir wundern uns schon ziemlich, dass ausgerechnet Herr Dr. Porsche mal so locker zu Protokoll gibt: ,Es haben alle gewusst, dass etwas passieren muss'“, sagte Osterloh der Deutschen Presse-Agentur.

Zudem forderte er Porsche als den Sprecher der VW-Großeignerfamilie Porsche/Piëch zu mehr Reformwillen für die Neuausrichtung des Unternehmens auf und kritisierte seinerseits einen Mangel an Unterstützung des Auto-Clans.

„Von den Familien haben wir als Beschäftigte jedenfalls bis zum heutigen Tag keine Unterstützung dabei bekommen, die Missstände abzustellen“, sagte Osterloh.

Am Freitag hatten Vorstand und Betriebsrat einen „Zukunftspakt“ vorgestellt, der unter anderem den sozialverträglichen Abbau von bis zu 23.000 VW-Stellen in Deutschland vorsieht. Die Familien Porsche/Piëch halten mehr als die Hälfte der stimmberechtigten VW-Stammaktien und haben damit die Macht bei Europas größtem Autobauer.

Wolfgang Porsche war bisher ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis zum Betriebsrat nachgesagt worden.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.