"Besser ein guter chinesischer Investor als ein schlechter Nachfolger"

Freitag, 25.11.2016 06:20 von

Bei Voith kumulieren sich viele Probleme: Umstrukturierungen, Digitalisierung, chinesische Investoren und großes Amerika-Geschäft unter dem neuen Präsidenten Trump. Wie will Chef  Hubert Lienhard das lösen?

WirtschaftsWoche: Herr Lienhard, Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und jetzt auch die US-Behörden haben aus Sicherheitsgründen ein Problem damit, dass chinesische Investoren den angeschlagenen deutschen Maschinenbauer Aixtron mehrheitlich übernehmen. Werden Unternehmen zunehmend zum Spielball der Politik?Lienhard: Nein, die Bundesregierung hat absolut das Recht zu prüfen, ob nationale Interessen gegen einen Investor sprechen. Mich verwundert viel mehr, dass China das Thema so hoch gespielt hat. Ich bin der Meinung, dass wir Deutschen im Vergleich zu China einen sehr, sehr offenen Markt haben. Es würde der chinesischen Wirtschaft sehr gut tun, auch einen so offenen Markt zu haben und mehr ausländische Investoren ins Land zu holen. Die Wirtschaft in China will in Richtung höhere Qualität gehen und ohne staatliche Restriktionen könnte die europäische Industrie helfen, dass China das schneller schafft.

Sie sind Chef des Asien-Pazifik-Ausschusses der deutschen Wirtschaft. Wie schaffen wir es, dass China sich stärker öffnet? Müssen wir unsererseits die chinesischen Aktivitäten hierzulande bremsen?Ich bin absolut dagegen, dass wir uns abschotten. Besser wäre, die EU würde sich verbindlich auf einen Katalog einigen, unter welchen Bedingungen sich chinesische Unternehmen in den Mitgliedsstaaten an Unternehmen beteiligen oder sie übernehmen dürfen. Nehmen Sie Australien als Beispiel: Das Land hat sehr rigide Regeln für Übernahmen, aber die sind absolut transparent.

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