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Bericht: Südsudans Machthaber sollen sich am Zerfall der Nation bereichert haben

Montag, 12.09.2016 17:50 von

NAIROBI (dpa-AFX) - Südsudans Machthaber sollen sich im Zuge des jüngsten Bürgerkriegs schwer bereichert haben - und das zumindest teilweise illegal. Das erklärte die Nichtregierungsorganisation "The Sentry" in einem am Montag veröffentlichten Bericht.

Den Untersuchungen zufolge haben unter anderem Präsident Salva Kiir und seine Verwandten sowie Ex-Vizepräsident Riek Machar von dem Bürgerkrieg profitiert, der Ende 2013 in dem ostafrikanischen Krisenstaat entbrannt war. Dem Konflikt, der einem Machtkampf zwischen Kiir und Machar folgte, fielen Zehntausende Menschen zum Opfer, mehr als 2,5 Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht.

Neben dem Präsidenten und seinem Ex-Vize, sollen dem Bericht zufolge auch hochrangige Militärangehörige luxuriöse Immobilien im benachbarten Kenia, aber auch etwa in Australien besitzen. Auch erhebt die NGO Vorwürfe wegen illegaler Beteiligungen an privaten Unternehmen unter anderem in Südsudans Ölindustrie.

Die NGO "The Sentry" wurde von Schauspieler George Clooney und Menschenrechtsaktivist John Prendergast gegründet. Ende 2015 begann die Organisation eigenen Angaben zufolge entsprechende Geldflüsse im Rahmen der Südsudan-Krise zu untersuchen.

Der Sprecher Kiirs war zunächst zu keiner Stellungnahme bereit./amk/DP/fbr