Beißen Lieferdienste die Hand, die sie füttert?

Montag, 03.10.2016 13:00 von

Online-Essenslieferdienste erobern Deutschland. Noch profitieren viele Restaurants stark von dem Boom. Doch das könnte bald vorbei sein, wie erste Beispiele in der Gastronomie-Branche zeigen.

Irgendwann wurde es Karl Maria Kinsky buchstäblich zu bunt. Irgendwann, erzählt der Berliner Gastronom, stand nicht nur ein Kurier eines Online-Lieferdienstes in seinem Restaurant „Black Cat“. Es waren gleichzeitig zwei, drei, gar vier bis fünf Fahrer der Anbieter Foodora und Deliveroo, die sich in seinem Lokal tummelten: Die einen gekleidet in knallig pinken T-Shirts, die anderen in mintgrüner Montur, auf dem Rücken jeweils klobige, pinke oder mintgrüne Rucksäcke.

Viele Restaurant-Besucher, erzählt Kinsky, empfanden die herumstrolchenden Fahrer als störend. „Die Gäste wollten ja in Ruhe essen.“ Der Berliner Gastronom musste etwas unternehmen.

Die Kuriere-Geschichte aus dem „Black Cat“ ist ein Symptom für das, was sich gerade in der ganzen Republik ereignet: Online-Lieferdienste rollen die deutsche Restaurant-Szene auf. Deliveroo und Foodora, indem sie die Speisen mit eigenen Fahrern ausliefern. Die beiden anderen Player, Lieferheld und Lieferando, indem sie Bestellungen im Netz an Restaurants vermitteln, die bereits eigene Kuriere beschäftigen.

Mit Verve werfen sich die Unternehmen in den Straßenkampf. Der Markt für Online-Lieferdienst, er ist milliardenschwer – und alle Firmen wollen einen möglichst großen Happen davon abhaben. Zu den Unersättlichen zählt etwa Niklas Östberg, Chef der Foodora-Mutter Delivery Hero, der in der aktuellen Ausgabe der WirtschaftsWoche ankündigt, das Unternehmen bis Ende des Jahres profitabel machen zu wollen.

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