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23.04.17
ROUNDUP 5/Schicksalswahl in Frankreich: Macron und Le Pen kämpfen um Europa

„Beispiellose Verletzung sämtlicher Mitbestimmungsrechte“

Dienstag, 14.02.2017 16:02 von

Der deutsche Autobauer Opel könnte bald an Renault (Renault Aktie) verkauft werden. Unter Politikern wächst die Sorge um Arbeitsplätze und die Zukunft des Unternehmens. Noch heftiger kritisiert die Gewerkschaft die Verhandlungen.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) kritisiert die Verhandlungen des französischen Autobauers PSA Peugeot (Peugeot Aktie) Citroën mit General Motors (General Motors Aktie) über einen Verkauf von dessen deutsche Tochter Opel. Die Gespräche seien ohne Rücksprache mit dem Betriebsrat oder der hessischen Landesregierung geführt worden, sagte Zypries am Dienstag in Berlin am Rande der SPD-Fraktionssitzung. Das sei völlig inakzeptabel. Auch die Bundesregierung sei nicht informiert worden. General Motors stehe in der Verantwortung, insbesondere das Entwicklungszentrum in Deutschland zu belassen.

PSA sowie GM hatten am Dienstag Gespräche über einen Verkauf des GM-Europageschäfts an die Franzosen bestätigt. Zum Europageschäft von General Motors gehören Opel sowie die britische Schwestermarke Vauxhall. Die Konzerne loten verschiedene Möglichkeiten zur Expansion und Kooperation aus, wie es hieß. Es sei jedoch noch ungewiss, ob eine Einigung erzielt werde. Die beiden Autohersteller arbeiten bereits seit 2012 bei verschiedenen Projekten in Europa zusammen.

Vertreter der Arbeitnehmer von Opel reagierten verärgert auf die Gespräche. Das wäre eine „beispiellose Verletzung sämtlicher deutscher wie europäischer Mitbestimmungsrechte“, erklärten IG Metall und der Opel-Gesamtbetriebsrat am Dienstag. „Ungeachtet dessen würden wir einen möglichen Verkauf von Opel/Vauxhall an PSA aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit PSA vorbehaltlos prüfen.“ Von den Berichten über einen möglichen Verkauf sei man überrascht worden.

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