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Bei US-Bauern ist Monsanto geschätzt und berüchtigt

Samstag, 17.09.2016 11:00 von

Viele US-Landwirte preisen die Produkte des umstrittenen US-Konzerns, hadern aber mit dessen aggressiven Geschäftspraktiken. Zwei Bauern aus dem Mittleren Westen berichten von ihren Erfahrungen.

Doug Sombke lebt den amerikanischen Traum. Sagt er zumindest. Ende der 70er Jahre entschied sich Sombke, Land zu pachten und zu bewirten. Er startete bei Null, im wahrsten Sinne des Wortes. „Meine Frau Mel und ich waren am Anfang so pleite, wir konnten uns nicht einmal einen Backofen leisten“, sagt der Mittfünfziger. Über die Jahre aber erarbeiteten sich die Sombkes nicht nur eine Küche, sondern auch Hektar um Hektar Land.Inzwischen bewirtschaftet Doug Sombke mit seinen drei erwachsenen Söhnen gut 600 Hektar in Conde, South Dakota – einem einsamen Plätzchen in dem Präriestaat im Mittleren Westen. Hauptsächlich baut die Familie Mais und Sojabohnen an. Die Samen kommen seit vielen Jahren von Monsanto (Monsanto Aktie). „Sie haben in meinen Augen die besten Produkte“, erklärt Sombke.Keine Frage: Der Landwirt, der gleichzeitig Präsident des Bauernverbandes Farmers Union in South Dakota ist, schätzt die Produkte des US-Saatgutherstellers. Nicht aber deren Geschäftspraktiken. „Die Preise für das Saatgut kennen seit Jahren nur eine Richtung: rauf, rauf, rauf“, sagt Sombke. Da gleichzeitig die Preise für Mais seit 2012 drastisch zurückgegangen sind, könnten viele Bauernhöfe nicht mehr profitabel arbeiten; der amerikanische Traum findet vielerorts ein abruptes Ende.„Wir finden kein Gehör für unsere Argumente. Wir haben keine Mittel, der Markt- und Preismacht Monsantos etwas entgegenzusetzen“, sagt Sombke. Der  Zusammenschluss mit Bayer (Bayer Aktie) könnte dieses Ungleichgewicht noch weiter verstärken, befürchtet der Bauernvertreter. „Das macht vielen in der Branche Angst“, so Sombke.

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