„Bayer ist sich sicher, dass sie grünes Licht bekommen“

Mittwoch, 14.09.2016 20:00 von

Bayer und Monsanto (Monsanto Aktie) sind sich endlich einig. Die Übernahme ist besiegelt. Die anstehenden Verhandlungen mit den Kartellbehörden werden allerdings alles andere als einfach, prophezeit Kartellrechtler Dario Struwe.

Nach monatelangem Ringen um den US-Saatguthersteller Monsanto macht Bayer-Chef Werner Baumann die bislang größte Übernahme eines deutschen Unternehmens perfekt. Der Leverkusener Dax-Konzern bezahlt für Monsanto 128 Dollar (Dollarkurs) je Aktie und damit insgesamt 66 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 58,7 Milliarden Euro). Der Deal ist ein Erfolg, aber noch lange nicht durch. Bevor Bayer (Bayer Aktie) gemeinsam mit Monsanto zum weltweit größten Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut wird, müssen die Kartellbehörden zustimmen. Und momentan sieht es nicht danach aus, dass die Wettbewerbshüter in den USA und Europa die Übernahme einfach und schnell durchwinken werden. Dario Struwe, Kartellrechtler bei der Kanzlei FPS, spricht im Interview über die Hürden des Bayer-Monsanto-Deals.

Herr Struwe, mit Bayer und Monsanto haben zwei führende Agrarchemiekonzerne eine Fusion vereinbart. Wie problematisch ist der Zusammenschluss aus kartellrechtlicher Sicht?Man kann davon ausgehen, dass die Fusionspartner schon im Vorfeld mit den wichtigsten Kartellbehörden über ihre Pläne gesprochen haben. Neben der US-Kartellbehörde und der EU-Kommission spielen auch die Wettbewerbsbehörden anderer Länder eine wichtige Rolle. Bayer ist sich aber offenbar sehr sicher, dass sie kartellrechtlich grünes Licht bekommen. Darauf deutet auch die Vertragsstrafe von zwei Milliarden Dollar hin, die fällig wird, falls der Deal platzt.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.