Bautzens Bürgermeister will mit den Rechten reden

Freitag, 16.09.2016 16:40 von

„Zu einem sachlichen Gespräch bin ich immer bereit“: Bautzens Bürgermeister Ahrens ist offen für Debatten mit den Rechten. Nach den gewalttätigen Ausschreitungen gibt es scharfe Kritik an der sächsischen Polizei.

Nach den gewalttätigen Ausschreitungen zwischen jungen Flüchtlingen und Rechtsextremen in Bautzen will Oberbürgermeister Alexander Ahrens (parteilos) auch mit Rechten reden. „Zu einem sachlichen Gespräch bin ich immer bereit. Dabei betrachte ich die verwendeten Formulierungen nicht als Bedingung“, sagte das Stadtoberhaupt am Freitag. Zuvor hatten rechte Gruppierungen ihre für Freitag angekündigte Demonstration in Bautzen abgesagt.

Die Gruppierungen mit Namen wie „Nationale Front Bautzen“ und „rechtes-kollektiv.BZ“ verbreiteten nach den Ausschreitungen eine Erklärung. „Ab sofort werden wir Bautzens Politikern die Möglichkeit geben, Taten folgen zu lassen“, hieß es in einer bei Facebook (Facebook Aktie) verbreiteten Erklärung. „Wir erwarten eine deutlich spürbare Verbesserung der Situation in unserer Stadt. Wir werden uns die Veränderungen anschauen und wöchentlich gemeinsam entscheiden, ob wir neu mobilisieren, oder ob die Veränderungen spürbar sind“, hieß es darin.

Der Oberbürgermeister erwiderte: „Gerne können wir über Versäumnissen und Missstände sprechen, wobei ich diesen Themenkreis nicht auf die Verwaltung beschränkt sehen möchte. Es geht ausdrücklich auch um Missstände auf Seiten der Unterzeichner des Redeangebotes.“

Am Mittwochabend war die Gewalt in Bautzen eskaliert, als sich auf dem Kornmarkt etwa 80 Rechte und 20 junge Asylbewerber gegenseitig mit Flaschen und Steinen attackierten. Rechtsextreme vertrieben die Flüchtlinge und verfolgten sie bis zu ihrer Unterkunft, wo sie von der Polizei in Sicherheit gebracht wurden. Nach Darstellung der Polizei ging die Gewalt zunächst von Flüchtlingen aus.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.