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BASF bestätigt trotz Explosionsunglücks Jahresziele

Donnerstag, 27.10.2016 13:40 von

Das Explosionsunglück bei der BASF hat auch Auswirkungen auf die Bilanz des Konzerns. Sie sind aber nicht so gravierend, dass die Prognose revidiert werden muss. Eine Rückkehr zur Normalität ist aber noch nicht in Sicht.

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2016 trotz der tödlichen Explosion vom 17. Oktober und der damit verbundenen Produktionsausfälle bestätigt. Zwar belasteten die Einschränkungen bei Logistik und Versorgung das Ergebnis des Geschäftsjahres, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Ludwigshafen mit. „Sie führen jedoch nicht zu einer Änderung des Ausblicks 2016 für die BASF-Gruppe.“ Im dritten Quartal brachen Umsatz und Gewinn wie erwartet vor allem wegen der Abgabe des Gashandels- und -speichergeschäfts ein.

Am Montag vergangener Woche war es am Standort Ludwigshafen im sogenannten Landeshafen Nord zu einer Explosion und mehreren Bränden gekommen. Drei Menschen starben, 30 wurden verletzt. Die Ermittler vermuten, dass es zu dem Unglück kam, als ein Mitarbeiter einer Fremdfirma eine falsche Rohrleitung anschnitt. Darin floss Raffinat, das sich entzündete. Zur gleichen Zeit liefen Wartungsarbeiten an einer Nachbarleitung. Der mutmaßliche Urheber des Unglücks konnte noch nicht befragt werden. Er liegt schwer verletzt im Krankenhaus.

Angesichts des Explosionsunglücks sieht die BASF (BASF Aktie) keine Mängel in der Sicherheit. „Unsere Anlagen sind in einem zuverlässigen Zustand“, sagte BASF-Werksleiter Uwe Liebelt am Donnerstag bei einer gemeinsamen Sondersitzung dreier Ausschüsse des Landtags Rheinland-Pfalz in Mainz. „Dieser Standort hat in den letzten zehn Jahren eine Investitionswelle erlebt.“ Er räumte ein, dass es in diesem Jahr mit 16 Vorfällen mehr als in den Vorjahren gegeben habe, wie zum Beispiel der Einsatz der Werksfeuerwehr, auch bei einem Fehlalarm. Der Hauptgrund sei eine hohe Zahl turnusmäßiger Abstellungen von Anlagen für Inspektionen und das Anfahren neuer Anlagen.

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