Banken-Vertrauenskrise: EZB verabreicht Beruhigungspille

Freitag, 30.09.2016 08:35 von

FRANKFURT (dpa-AFX) - Angesichts der hohen Nervosität an den Finanzmärkten beim Blick auf die Banken versucht die Europäische Zentralbank (EZB) die Lage zu beruhigen. "Die Banken sind heute (...) im Schnitt sehr viel besser kapitalisiert als vor der Krise, und auch bei der Aufsicht hat sich viel getan", sagte EZB-Direktoriumsmitglied Sabine Lautenschläger der "Börsen-Zeitung" (Freitagausgabe). In unruhigen Zeiten würden Marktakteure solche "Verbesserungen im Gesamtbild" oft vergessen. Zudem differenzierten sie teils nicht zwischen den Instituten.

Zur Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie), die derzeit im Fokus der Sorgen an den Finanzmärkten steht, wollte sich Lautenschläger nicht konkret äußern. Sie signalisierte aber, dass die EZB-Aufsicht etwa die Diskussion über die in den Vereinigten Staaten drohende Geldstrafe von bis zu 14 Milliarden US-Dollar für frühere Hypothekengeschäfte eng verfolge. Die Europäische Zentralbank tausche sich mit der US-Aufsicht aus, sagte die 52-Jährige, die seit Ende 2014 im EZB-Direktorium und zudem stellvertretende Vorsitzende der vor kurzem gestarteten zentralen Bankenaufsicht der Notenbank ist./zb/stw/stb