Banken unter Druck wegen teurer Basiskonten

Dienstag, 20.09.2016 11:00 von

Zu den teuersten Produkten vieler Geldinstitute zählt ausgerechnet das Basiskonto, das sich eigentlich an arme Menschen richtet. Nun haben Verbraucherschützer sechs Banken wegen zu hoher Gebühren abgemahnt.

Das Basiskonto sollte eigentlich mehr Teilhabe ermöglichen. So sollten Menschen Zugang zu bargeldlosen Bankgeschäften bekommen, die zuvor von den Banken wegen zu geringen Einkommens oder wegen fehlenden Wohnsitzes als Kontoinhaber von den Geldinstituten abgelehnt worden – etwa Asylbewerber, Obdachlose oder überschuldete Menschen. Doch die Geldinstitute haben die neue Regelung offenbar zu ihrem Vorteil genutzt und kassieren gerade bei den Basiskonto-Kunden unverhältnismäßig viel ab. Nun hat die Verbraucherzentrale hat sechs Kreditinstitute wegen zu hoher Gebühren beim Basiskonto abgemahnt. Das teilte die Organisation am Montag mit.

Nach Ansicht der Verbraucherzentrale verstoßen die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie), die Postbank, die Targobank, die Sparkasse Holstein, die Volksbank Karlsruhe und die BBBank gegen die im Zahlungskontengesetz festgelegten Richtlinien. Diese besagen unter anderem, dass die Gebühren „angemessen und marktüblich“ sein müssen.

„Basiskonten sollten vor allem Verbrauchern, die wenig Geld haben, den Zugang zu bargeldlosem Zahlungsverkehr ermöglichen“, sagt Christina Buchmüller, Finanzexpertin vom Verbraucherzentrale Bundesverband. „Dieser Zweck wird unterlaufen, wenn Verbraucher gerade für Basiskonten mehr zahlen müssen als andere Kunden für vergleichbare Konten“.

Die Institute erheben dem Bericht zufolge für das Basiskonto teilweise ein hohes monatliches Grundentgelt, teilweise hohe Kosten für Einzelposten wie beleghafte Überweisungen. Zudem bemängele die Verbraucherzentrale, dass es für internetaffine Kunden bei den meisten Banken kein gesondertes, günstigeres Online-Basiskonto gibt. Hierdurch werde das Nutzerverhalten nicht hinreichend berücksichtigt, so die Verbraucherschützer.

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