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Baden-Württemberg pocht auf Änderungen im Immokredit-Bundesgesetz

Dienstag, 04.10.2016 14:06 von

STUTTGART (dpa-AFX) - Aus Sorge um Nachteile für Verbraucher will Baden-Württemberg ein Bundesgesetz zu Immobilienkrediten ändern lassen. Eine entsprechende Bundesratsinitiative sei am Dienstag im Kabinett beschlossen worden, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in Stuttgart. "Was wir da machen, ist sehr vernünftig für den Wohnungsmarkt." Es geht um ein Gesetz, das die Auflagen zur Vergabe von Wohnimmobilien-Krediten verschärft hat. So kann etwa der Wert von Häusern und Wohnungen nicht mehr so wie vorher bei der Berechnung von Sicherheiten eingerechnet werden. Auch die Kreditanforderungen für junge Ehepaare und Rentner wurden erhöht.

Damit sollte eigentlich der Verbraucherschutz gestärkt und zudem verhindert werden, dass in Zukunft massenhaft faule Kredite platzen. Aus Sicht von Bankenvertretern ging der Bund bei dem seit gut einem halben Jahr gültigen Gesetz aber zu weit. Sie warnen davor, dass Banken aus Sorge vor nachträglicher Anfechtung der Verträge weniger Kredite vegeben und damit auch "Häuslebauer" betroffen wären. Dieser Sichtweise folgt die grün-schwarze Landesregierung, sie will eine Absenkung der Kredithürden erreichen. Die schwarz-grüne Landesregierung in Hessen wollte sich der Initiative anschließen./wdw/DP/stw