Autozulieferer wird „Ramsch“-Status los

Mittwoch, 07.09.2016 21:00 von

Unter ihrer Schuldenlast war die Schaeffler (Schaeffler Aktie) AG nach der Finanzkrise fast zusammengebrochen. Nun geht die Entschuldung voran: Bei der Ratingagentur Moody's (Moody's Aktie) ist Schaeffler den „Ramsch“-Status schon einmal los.

Der fränkische Autozulieferer Schaeffler macht bei seiner Entschuldung Fortschritte. Die Verbindlichkeiten, die die Schaeffler AG und die Holding der Eigentümerfamilie Schaeffler durch den Einstieg beim Rivalen Continental (Continental Aktie) angehäuft hatten, sinken um knapp 700 Millionen auf rund 8,3 Milliarden Euro, wie Schaeffler am Mittwoch in Herzogenaurach mitteilte. Die Familien-Holding zahlt einen Teil eines mit vier Prozent verzinsten Kredits zurück, den sie von der AG erhalten hatte. Die Schaeffler AG wiederum nutzt den Geldsegen, um eine 850 Millionen Dollar (Dollarkurs) (760 Millionen Euro) schwere, eigentlich bis 2021 laufende Anleihe vorzeitig zu tilgen.

Die börsennotierte AG, an der die Familie 75 Prozent hält, steht dann noch mit 4,2 Milliarden Euro in der Kreide. Damit ist Vorstandschef Klaus Rosenfeld am Ziel: Das Unternehmen wird von der Ratingagentur Moody's seit Mittwoch erstmals nicht mehr als „Ramsch“ bewertet - die Bonitätsnote von „Baa3“ („Investment Grade“) erlaubt auch vorsichtigen Investoren ein Engagement in Schaeffler-Anleihen und verbilligt tendenziell die Refinanzierung. Im Schnitt zahle die Schaeffler AG auf ihre Schulden nur noch 3,2 Prozent Zinsen, sagte ein Sprecher des Konzerns. Bis 2018 will Schaeffler weitere 750 Millionen Euro Schulden tilgen.

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