Autobauer Fiat Chrysler will Ramsch-Image am Anleihemarkt ablegen

Dienstag, 13.09.2016 13:39 von

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der Autobauer Fiat Chrysler (FCA) will ab 2017 nicht mehr als sogenanntes Ramsch-Investment am Anleihemarkt gelten. Bis dahin strebe FCA die Voraussetzungen für ein Rating im Investment-Bereich an, hieß es am Dienstag in einer Präsentation des Konzerns. Das würde heißen, dass Ratingagenturen FCA-Anleihen wegen ihrer Bonität nicht mehr als spekulativ einstufen. FCA bestätigte zudem die Mittelfristprognosen bis 2018 sowie die jüngst erhöhten Ziele für dieses Jahr. Mit dem geplanten Schuldenabbau sollen auch die jährlichen Zinsausgaben zurückgehen - von 2,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf 1,3 Milliarden Euro 2018.

Derzeit hat das Unternehmen in Deutschland im Zuge des von Volkswagen (VW Aktie) ausgelösten Dieselskandals Ärger mit den Behörden. Das Bundesverkehrsministerium vertritt nach Tests des Kraftfahrtbundesamtes die Auffassung, Diesel-Modelle von Fiat stießen mit Hilfe "unzulässiger" Abschalteinrichtungen deutlich zu viel schädliche Abgase aus. Fiat beharrt darauf, keine Abschalteinrichtungen einzusetzen. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die EU-Kommission Anfang September aufgefordert, die italienische Zulassungsbehörde zur Nachuntersuchung von Fiat-Modellen zu bewegen./men/nmu/stb