Außenminister-Diskussion erhitzt die Gemüter

Freitag, 25.11.2016 07:20 von

Mitt Romney, Rudy Giuliani – Kandidaten für den Posten des US-Außenministers gibt es genug. Doch wer der geeignete Mann ist, darüber debattieren die Republikaner heftig. Donald Trump hat bislang keinen Favoriten genannt.

Die Benennung des künftigen US-Außenministers sorgt für Streit im Lager des designierten Präsidenten Donald Trump. Führende Unterstützer rieten Trump am Donnerstag öffentlich von der Nominierung des Republikaners Mitt Romney ab, der ihn im Wahlkampf wiederholt scharf kritisiert hatte. Romney galt bislang als aussichtsreicher Anwärter auf den Posten.

Die Personalie Romney habe eine „Sintflut“ an Kommentaren in den sozialen Medien und in ihren persönlichen Nachrichten ausgelöst, schrieb Trumps Wahlkampfchefin und enge Beraterin Kellyanne Conway auf Twitter. „Einige Trump-Loyalisten warnen vor Romney als Außenminister.“

Zu den Kritikern zählte der frühere Parlamentschef Newt Gingrich, der Trump im Wahlkampf schon früh unterstützt hatte. „Mir fallen 20 Leute ein, die besser zu Trumps Vision von Außenpolitik passen würden“, sagte Gingrich im Sender Fox News mit Blick auf Romney. Er hege Zweifel, ob Romney wirklich die „entschlossene Amerika-zuerst-Politik“ vertreten könne, mit der Trump im Wahlkampf geworben hatte.

Der frühere Gouverneur Mike Huckabee, ein Vertreter der Parteirechten, sagte dem Sender, er sei „immer noch sehr unglücklich damit, dass Mitt im Wahlkampf alles versucht hat, um Donald Trump scheitern zu lassen“.

Romney, der Präsidentschaftskandidat des Jahres 2012, hatte im Wahlkampf die innerparteiliche Opposition gegen Trump organisiert und diesen als „Blender“ und „Betrüger“ bezeichnet. Romney steht für das republikanische Parteiestablishment, gegen das viele Trump-Anhänger Vorbehalte haben.

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