Audibene wirbelt den Markt für Hörgeräte auf – weltweit

Samstag, 03.09.2016 14:40 von

Lange galt es als unmöglich, Hörhilfen über das Internet verkaufen und diese sogar online an den Hörverlust anpassen zu wollen. Bis die Audibene-Gründer Marco Vietor und Paul Crusius kamen.

Dass er einmal in Hörgeräte machen würde, hätte sich Marco Vietor nicht träumen lassen. Wer setzt sich schon in jungen Jahren, in denen die Beats gerne laut aus den Boxen wummern dürfen, mit lästigen Dingen wie Schwerhörigkeit auseinander.Dann aber erzählte ihm sein Kumpel Paul Crusius, damals noch in Diensten der Beratung Boston Consulting Group, vom sagenhaften globalen Wachstumspotenzial dieses Marktes. Vietor, der schon zu seiner Schulzeit gerne Webseiten programmierte, witterte sofort seine Chance. „Ich denke seit frühester Jugend in Geschäftsmodellen“, charakterisiert er sich selbst als geborenen Unternehmer.600 Millionen Menschen auf der Erde, besagen Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, hören mehr oder weniger schlecht. Aber nur ein Zehntel davon trägt ein Hörgerät; 540 Millionen laufen also bedingt taub durchs Leben. Selbst in der Industrienation Deutschland steckt sich nur jeder siebte Hörgeschädigte eine elektronische Lauschhilfe ins oder hinters Ohr.Freiwillig schwerhörig! Wie kann das sein, fragte sich Vietor? Und wie komme ich an diese unversorgten Menschen heran?  Eine Marktanalyse brachte rasch Klarheit.Wer nicht irgendwann einmal von seinem Ohrenarzt zum Hörakustiker geschickt wird, ist sich seiner Hörschwäche oftmals gar nicht bewusst. Oder leugnet sie, etwa aus Eitelkeit, weil ihm vor der Vorstellung graut, sich ein hässliches Gehäuse hinters Ohr klemmen zu müssen. So die irrige Vorstellung. Denn längst haben die Entwickler die Geräte so miniaturisiert, dass sie gar nicht mehr auffallen. Auf der anderen Seite surfen immer mehr Menschen aus der besonders betroffenen Altersgruppe jenseits der Fünfzig regelmäßig im Internet.  

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