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Atomtest und Zinsspekulationen lasten auf der Wall Street

Freitag, 09.09.2016 20:20 von

Die US-Börsen notieren am Freitag im Minus. Die erneuten Atomtests in Nordkorea und Hinweise auf eine schnelle Zinserhöhung belasten die Kurse.

Der erneute Atomtest von Nordkorea und Spekulationen über eine Anhebung der US-Zinsen hat Anleger am Freitag zum Rückzug von der Wall Street bewogen. Marktteilnehmer fürchteten, dass der zweite Atomwaffentest innerhalb weniger Monate zu einer Destabilisierung in Asien führen könnte. Weltweit löste das abgeschottete Land damit Besorgnis aus. Auf die Stimmung drückte zudem US-Notenbanker Eric Rosengren, der vor den Risiken einer zu zögerlichen Zinspolitik warnte. Die amerikanische Wirtschaft könne sogar überhitzen, wenn die Währungshüter zu lange mit einer Anhebung warteten, sagte der Chef des Fed-Ableger in Boston. „Die Positionierung der Fed sorgt schon für viel Wirbel. Wenn es dann noch Kommentare wie diese gibt, sorgt das am Markt für Unruhe“, sagte Analyst Phil Blancato von Ladenberg Thalmann Asset Management. Höhere Zinsen sind tendenziell schlecht für Aktienmärkte, weil dadurch andere Investitionen wie etwa in Anleihen attraktiver werden.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 1,5 Prozent auf 18.213 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab 1,7 Prozent auf 2145 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 1,8 Prozent auf 5164 Stellen. In Europa bestimmte ebenfalls die Geldpolitik den Handel. Den Aktienanlegern steckte noch die Enttäuschung über die Europäische Zentralbank in den Knochen. Die EZB verzichtete zunächst auf zusätzliche Geldspritzen. Der Dax schloss mit einem Minus von einem Prozent auf 10.573,44 Punkten. Auch auf Wochensicht verlor der deutsche Leitindex ein Prozent. Der EuroStoxx50 ging ebenfalls mit einem Abschlag von einem Prozent auf 3053,20 Zählern in das Wochenende.

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