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Atom-Deal kostet Versorger fast 30 Milliarden Euro

Sonntag, 11.09.2016 22:20 von

Laut der „Börsen-Zeitung“ könnte der Atom-Deal mit der Bundesregierung AKW-Betreiber in Deutschland Milliarden kosten. Das Geld soll in eine Stiftung fließen, die die Verantwortung für die Endlagerung übernehmen soll.

Die AKW-Betreiber müssen laut einem Zeitungsbericht für die Atommüll-Finanzierung schon ab Ende dieses Jahres insgesamt 26,4 Milliarden Euro in bar in eine Stiftung einzahlen. Das sehe die grundsätzliche Einigung zwischen Bundesregierung einerseits sowie Eon, RWE (RWE Vz Aktie), EnBW und Vattenfall andererseits vor, die noch vor Jahresende Gesetzeskraft erlangen solle, berichtete die „Börsen-Zeitung“. Ende September solle ein entsprechender Referentenentwurf ins Kabinett gehen. Die öffentlich-rechtliche Stiftung übernehme im Gegenzug von den Konzernen die Verantwortung für Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des Atommülls. Die Summe von 26,4 Milliarden Euro basiere auf den Preisen des Jahres 2016 und einer Verzinsung der bisher gebildeten Rückstellungen der Konzerne von jährlich 4,58 Prozent.

Ende April hatte die Atomkommission des Bundes der Regierung eine Summe von 23,3 Milliarden Euro empfohlen. Für die End- und Zwischenlagerung haben die vier Versorger schon 17,2 Milliarden Euro an Rückstellungen in ihren Bilanzen gebildet, die nun spätestens 2022 in einen öffentlich-rechtlichen Fonds fließen sollen. Dazu verlangt die Kommission aber einen Risiko-Aufschlag von 6,1 Milliarden, der zusätzlich aufgebracht werden muss. Ratenzahlung ist möglich. Die Zahlen sind alle auf Basis von Angaben aus dem Jahr 2014 berechnet. Überweisen die Versorger das Geld später, steigt die Gesamtsumme, da die Versorger eine Verzinsung von rund 4,5 Prozent für die Rückstellungen angeben.

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