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„Anne Will“ beschäftigt NDR-Rundfunkrat

Dienstag, 08.11.2016 16:00 von

Dass in der Talk-Sendung von Anne Will eine vollverschleierte Muslimin zu Gast war, sorgt für große Empörung. CDU-Politiker sehen eine Grenze überschritten und fordern die ARD zum Handeln auf. Nun greift der NDR ein.

Der Auftritt einer vollverschleierten Muslimin in der ARD-Talkshow „Anne Will“ hat scharfe Kritik hervorgerufen. Zuschauer und Politiker hielten Will vor, sie habe dem radikalen Islam damit in der Sendung eine breite Plattform geboten. Im Zentrum der Empörung stand Nora Illi, muslimische Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrates der Schweiz (IZRS), die am Sonntagabend mit einem Nikab auftrat, der nur einen schmalen Sehschlitz freiließ.

Die umstrittene Sendung beschäftigt nun auch die Gremien. Der Rundfunkrat des zuständigen Norddeutschen Rundfunks (NDR) wird sich in seiner Sitzung am 2. Dezember mit dem Thema befassen. Das bestätigte die Vorsitzende Ursula Thümler dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Ein Urteil über die viel diskutierte Sendung wollte sie noch nicht abgeben. „Ich bitte darum, das Ergebnis der Beratung abzuwarten.“

Zuvor hatte der CDU-Politiker und frühere Vorsitzende des ZDF-Fernsehrats, Ruprecht Polenz, Konsequenzen gefordert. „Es war völlig unverantwortlich, eine Vertreterin dieser Dschihad-Vorfeld-Organisation einzuladen. Ein Fall für die Aufsichtsgremien der ARD“, erklärte Polenz auf seiner Facebook-Seite. Er bezog sich auf Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“. Der IZRS sei demnach, anders als es der Name vermuten lasse, keine Vertretung der Schweizer Muslime. Nora Illi, schreibt die Zeitung, stehe vielmehr „für eine kleine, radikal-salafistische Strömung, die in der Schweiz in den vergangenen Jahren immer wieder Konflikte provoziert hat“.

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