Anleger verklagen VW auf 8,2 Milliarden Euro

Mittwoch, 21.09.2016 12:00 von

Im Abgasskandal bei Volkswagen (VW Aktie) ist die Zahl der Schadenersatz-Klagen von Anlegern auf rund 1400 gestiegen. Sie fordern insgesamt rund 8,2 Milliarden Euro ein. Allein am Montag gab es hunderte neuer Klagen.

Ein Jahr nach Bekanntwerden des VW-Dieselskandals liegen dem Landgericht Braunschweig Klagen mit einem Streitwert von insgesamt rund 8,2 Milliarden Euro vor. Derzeit seien rund 1400 Schadenersatzklagen von Anlegern gegen Volkswagen anhängig, teilte das Landgericht am Mittwoch mit.

Alleine am Montag, an dem die Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche ablief, seien von einer Rechtsanwaltskanzlei rund 750 weitere Schadensersatzklagen eingereicht worden. Dabei handele es sich überwiegend um Klagen von Privatanlegern. Darunter seien aber auch zwei Klagen von mehreren institutionellen Anlegern mit einem Streitwert von zusammen zwei Milliarden Euro.

VW war im Dieselskandal bereits zuvor mit Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe konfrontiert. Die größte Klage über insgesamt fast 3,3 Milliarden Euro hatte im Namen von institutionellen Anlegern vor einem halben Jahr der Tübinger Rechtsanwalt Andreas Tilp eingereicht. Weitere Klagen kamen von den Kanzleien Nieding und Barth sowie von Quinn Emanuel.

Die Kläger werfen VW vor, zu spät über die millionenfache Manipulation von Abgaswerten bei Dieselmotoren informiert zu haben. Der Wolfsburger Autobauer hatte zugegeben, Abgaswerte in den USA mit einer verbotenen Software manipuliert zu haben. Weltweit sind elf Millionen Fahrzeuge mit dieser Software ausgestattet.

Wie das Landgericht nun mitteilte, sind unter den Klagen weitere gebündelte Klagen institutioneller Anleger mit einem Streitwert von 30 Millionen, von 160 Anlegern mit 1,5 Milliarden Euro, von 565 Anlegern mit einem Streitwert von 550 Millionen Euro sowie von einer Investmentgesellschaft mit 45 Millionen.

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