Anleger in Sorge – Dax bleibt im Minus

Freitag, 28.10.2016 12:40 von

Anleger agieren am Freitagmittag sehr zurückhaltend. Der Dax bleibt weiter im Minus. Doch das Blatt könnte sich schon bald wenden: Am Nachmittag werden Daten wichtiger Wachstumsindikatoren veröffentlicht.

Zum Abschluss einer mit Bilanzzahlen vollgepackten Woche verhalten sich Anleger auf dem deutschen Aktienmarkt äußerst zurückhaltend. Zum Mittag hin lag der Dax 0,4 Prozent im Minus bei 10.674 Punkten. Immerhin: Vom äußerst schwachen Start mit einem Minus von einem Prozent hat sich der Leitindex in den ersten Handelsstunden bereits leicht erholt.

Verantwortlich dafür ist unter anderem die Unsicherheit über die Geldpolitik der Notenbanken. Beobachter sprechen davon, dass die Anleger immer stärker ein Eindämmen der Geldflut durch die Währungshüter befürchteten. Außerdem gab es negative Signale von der Konjunkturseite. So war die Wirtschaft Frankreichs im dritten Quartal weniger gewachsen als erwartet. So war die Wirtschaft Frankreichs im dritten Quartal weniger gewachsen als erwartet.

„Anleger haben sich wohl entschieden, im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl auf Nummer sicher zu gehen und ihr Aktien-Engagement zurückzufahren“, sagte Händler Markus Huber vom Brokerhaus City of London. Am 8. November entscheiden die Amerikaner, ob die Demokratin Hillary Clinton oder der Republikaner Donald Trump ins Weiße Haus einzieht. Trump gilt als Investorenschreck, weil seine politischen und wirtschaftlichen Pläne unklar sind.

Mit dem Kursrutsch zum Wochenschluss könnte sich das Bild laut Experten wieder etwas verschlechtern. So war dem Dax im Wochenverlauf trotz des Anstiegs auf ein Jahreshoch bei 10.827 Punkten der erhoffte Befreiungsschlag verwehrt geblieben. Würde der Index nun unter 10.650 Punkten ins Wochenende gehen, wäre dies ein negatives Signal für die kommenden Handelstage, sagte Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Mittelfristig würde der Markt dann wohl eher auf Richtungssuche bleiben.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.