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Anleger, hört nicht auf die Analysten!

Freitag, 11.11.2016 06:20 von

Beim Thema Donald Trump haben die Prognostiker der Banken mit ihren Vorhersagen zu den Aktienmärkten ebenso falsch gelegen wie die Umfrageinstitute. Schuld daran sind auch die immer nervöseren Investoren. Ein Kommentar.

In den 48 Stunden seit der Schließung der US-Wahllokale sind die globalen Aktienmärkte Achterbahn gefahren: Je mehr sich ein Wahlsieg Donald Trumps abzeichnete, desto mehr waren die Kurse in Asien in der Nacht zum Mittwoch ins Minus gestürzt. Wie von den Analysten vorhergesagt, zeichnete sich für den Mittwoch selbst auch ein Ausverkauf an den US-Börsen ab.

Doch es passierte bekanntlich – das genaue Gegenteil. Die Kurse an der Wall Street sind in den vergangenen beiden Tagen nach oben geschossen. So stieg der US-Leitindex Dow Jones am Donnerstag um 1,2 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 18808 Punkten.

Der von Börsenprofis vorhergesagte Crash ist somit definitiv ausgeblieben. Dabei hatte eine illustre Runde von Bankanalysten, Wirtschaftsprofessoren und Investmentspezialisten wie der Allianz-Berater Mohamed El-Erian einen veritablen Absturz in Aussicht gestellt, sollte der angebliche Börsenschreck Trump das Rennen um das Weiße Haus für sich entscheiden.

Barclays beispielsweise hatte einen Verfall der amerikanischen Aktienkurse um bis zu 13 Prozent prognostiziert, sollte Trump den Kampf ums (UMS Aktie) Oval Office für sich entscheiden.

Damit haben die Analysten ebenso versagt wie die Zunft der Umfrageinstitute, die fast alle einen klaren Sieg der demokratischen Kontrahentin Hillary Clinton prophezeit hatten. Mit derart unzuverlässigen und nur auf Horrorszenarien setzenden Prognosen haben die Analysten ihrer eigenen Branche keinen Gefallen getan. Das Vertrauen in ihre Expertise ist schwer beschädigt.

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