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Aktien New York: Rekordjagd geht nach kurzem Durchatmen weiter

Angst vor geringeren EZB-Anleihekäufen belastet den Dax

Mittwoch, 05.10.2016 12:00 von

Spekulationen auf eine mögliche Eindämmung der EZB-Geldflut haben den Aktienmarkt am Mittwoch belastet. Das Commerzbank-Papier fällt nach einer Analyse der Deutschen Bank. Und das Pfund Sterling wird immer leichter.

Spekulationen über ein allmähliches Zudrehen des Geldhahnes der Europäischen Zentralbank (EZB) haben die Anleger am Mittwoch verschreckt. Dax und Euro Stoxx fielen um je 0,7 Prozent auf 10.545 und 3012 Punkte. Aktien der krisengeschüttelten Deutschen Bank profitierten indes von der Hoffnung auf eine mildere Strafe im US-Hypothekenstreit. Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax büßte 0,79 Prozent auf 21 528,02 Punkte ein und der Technologiewerte-Index TecDax fiel um 0,70 Prozent auf 1806,53 Zähler.

Den Gesamtmarkt belastete Händlern zufolge ein Bericht der Agentur „Bloomberg“ von Dienstagabend, wonach die EZB das Kaufvolumen in monatlichen Schritten um jeweils zehn Milliarden Euro verringern will. Die Notenbank dementierte den Bericht zwar, dennoch spukte der Gedanke in den Köpfen der Anleger herum.

„Die EZB könnte tatsächlich drosseln und etwas Neues versuchen, da die Ankäufe an ihre Grenzen stoßen“, sagte Stratege Jochen Stanzl von CMC Markets. „Die Kritik aus der Bundesregierung scheint bei der EZB gefruchtet zu haben.“ Die Bundesbank warnt schon länger vor gefährlichen Nebenwirkungen einer zu lang anhaltenden Phase niedriger Zinsen, auch aus der Politik kommen zunehmend kritische Stimmen. Sparkassen und andere Banken beklagen, dass ihnen im Zinsgeschäft die Erträge wegbrechen. Einige Fachleute befürchten zudem Preisblasen am Aktien- und Immobilienmarkt.

An den Anleihemärkten kletterten die Renditen der zehnjährigen Bundespapiere am Mittwoch erneut um vier Basispunkte auf minus 0,040 Prozent, der Euro zog auf 1,1228 Dollar (Dollarkurs) an. Gold (Goldkurs) erholte sich etwas von seinem Vortagesrutsch von rund drei Prozent.

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