Angriff auf Telekom-Router glimpflich verlaufen

Dienstag, 29.11.2016 18:00 von

Die Angreifer hatten offenbar leichtes Spiel mit den Routern der Telekom. Doch dieses Mal ist es noch glimpflich ausgegangen, obwohl sie 900.000 Geräte lahmlegten.

Die Deutsche Telekom (Deutsche Telekom Aktie) und ihre Kunden sind bei der jüngsten Attacke auf die „Speedport“-Router offenbar mit einem blauen Auge davongekommen. „Sie können ja sagen, dass es schlimm war, dass 900 000 Router ausgefallen sind. Sie können aber auch sagen: Es ist gut, dass nicht noch Schlimmeres passiert ist“, betonte Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Dienstag. Die Geräte der Telekom waren laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) durch einen weltweit angelegten Hackerangriff lahmgelegt worden.

Wer hinter der Attacke stand und welchen Zweck die Angreifer verfolgten, ist weiterhin nicht abschließend geklärt. Das BSI werde als zuständige Behörde alles daran setzen herauszubekommen, woher die Angriffe kamen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Das ist naturgemäß nicht einfach.“ Solche Cyber-Angriffe gehörten jedoch heute zum Alltag. „Wir müssen lernen, damit umzugehen.“

De Maizière wollte zu den möglichen Angreifern keine Spekulationen anstellen. „Im Moment steht der genaue Urheber noch nicht fest“, sagte de Maizière. Viele Experten gehen allerdings davon aus, dass es bei solchen Attacken in der Regel unmöglich ist, mit letzter Gewissheit eine Spur zu verfolgen, die eindeutig zum Angreifer führt.

Klar scheint nach Meinung von Experten dagegen, dass die Attacke durch Stümperei der Angreifer nicht noch mehr Schaden angerichtet hat. Wäre die Schadsoftware besser programmiert worden, wären die Folgen des Angriffs noch viel schlimmer gewesen, sagte ein Telekom-Sprecher im RBB-Inforadio am Dienstag. Im aktuellen Fall hatte in der Regel ein Neustart der Router gereicht, um sie wieder funktionsfähig zu machen.

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