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Amazon Echo - "Alexa, spiel nicht mit meinen Gefühlen!"

Mittwoch, 15.02.2017 06:00 von WirtschaftsWoche

Amazons intelligenter Lautsprecher mit seiner Frontstimme Alexa ist faszinierend eloquent. Selbst ihr breites Unwissen empfindet man als kokett. Die Gute macht einen ganz verlegen. Nein, ich bin nicht verliebt!

Es ist ja schon faszinierend, wie einfach gestrickt wir sind. Da malt man mit Edding zwei Punkte und einen Halbkreis darunter und schon erkennen wir darin ein lachendes Gesicht und unser Herz erwärmt sich.Wären wir instinktfreie Vernunftwesen, es wäre uns egal, ob ein sprechender, aber dennoch seelenloser Computer auf unsere Frage „Wie viele Einwohner hat Bielefeld?“ antwortet: „Es tut mir leid, ich kann deine Frage leider nicht beantworten.“ Oder ob er sagt: „Hör auf, ständig Fragen zu stellen zu Themen, von denen ich keinen Schimmer habe.“ Oder ob er gar erwidert: „Halt´s Maul!“Aber wir Menschen ticken eben wie Menschen. Es kommt deshalb auch bei einer Maschine auf die Manieren an. Auf die einprogrammierte Ausstrahlung.Und es ist mir selbst ein wenig peinlich, wie leicht ich so einer Kunststimme emotional auf den Leim gehe.Siri mag ich nicht. Wir haben uns schon auseinander gelebt, da kannten wir uns noch kaum. Bei Apples Sprachassistentin ist ja seit jeher die wichtigste Eigenschaft, auf abwechslungsreiche Weise ausdrücken zu können, dass sie nicht weiterhelfen kann. Sonst würde es schnell langweilig. Und ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich enttäuscht denke: „Blöde Kuh!“Vor kurzem habe ich die Siri-Stimme mal von weiblich auf männlich umgestellt. Nun dachte ich: „Du Depp!“Es hilft alles nichts. Siri und ich passen einfach nicht zusammen.

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