Top-Thema

17.11.17
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Schwächer - Erholungs­versuch bereits beendet

Allianz Global Investors - Allianz Rohstofffonds: Q4/2013-Bericht, rückläufige Entwicklung - Fondsanalyse

Donnerstag, 20.02.2014 10:33 von Aktiencheck

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Allianz Rohstofffonds - A - EUR (Feederfonds) (Allianz Rohstofffonds A (EUR)) legt zu mindestens 95% im Allianz Global Metals and Mining (Masterfonds) an, so die Analysten von Allianz Global Investors.

Dieser engagiere sich am globalen Aktienmarkt vorwiegend im Segment Bodenschätze mit dem Ziel, auf langfristige Sicht Kapitalzuwachs zu erwirtschaften. Faktisch werde eine möglichst vollständige Beteiligung des Feederfonds am Masterfonds und dessen Wertentwicklung angestrebt.

Anders als der breite Aktienmarkt hätten Rohstoffaktien das vierte Quartal 2013 uneinheitlich geschlossen. Wiederum hätten die Wertpapierankäufe (das sog. "Tapering") der US-Notenbank FED im Mittelpunkt des Börsengeschehens gestanden. Solide Fundamentaldaten aus den USA hätten die Marktteilnehmer veranlasst, eine Rückführung der expansiven Liquidität schon zum Anfang des Jahre 2014 einzupreisen, was viele Rohstoffe, und insbesondere Gold, belastet habe.

Chinesische Wirtschaftsdaten hätten keine klare Richtung vorgegeben, allerdings hätten stärkere Signale aus der Eurozone Anlass zu vorsichtigem Optimismus gegeben. Unterstützung habe hier auch die neuerliche Zinssenkung der Europäischen Zentralbank EZB von 0,50% auf 0,25% gewährt. Zum Ende des Quartals hätten sich die Rohstoffaktien dann aber doch noch von der Jahresendrally des Gesamtmarktes anstecken lassen, was die Wertentwicklung positiv beeinflusst habe.

Die bestimmenden Themen im Rohstoffsektor seien zum einen die Bemühungen Indonesiens gewesen, die Weiterverarbeitung von Metallerzen im Land zu etablieren und Exportverbote für unraffinierte Erze zu erlassen. Das Land sei ein wichtiger Produzent von Bauxit, Nickel- und Kupfererzen mit ca. 10 bis 15% der Weltproduktion. Dies habe die Konsumenten dieser Rohstoffe zum Abbau der Lagerbestände veranlasst, was mit fallenden Preisen verbunden gewesen sei.

Zum anderen hätten geplante Maßnahmen gegen die grassierende Luftverschmutzung in China den Sektor beeinflusst. Die Emissionen der Industriebetriebe sollten stärkere Beachtung finden, was im Ernstfall zu Schließungen führen könnte. Diese Nachricht habe zu Unsicherheit hinsichtlich des zukünftigen Kohle- und Eisenerzbedarfs Chinas geführt.

Der Fonds habe im vierten Quartal eine rückläufige Entwicklung gezeigt und sich zudem leicht schlechter als das Marktsegment Metall- und Bergbauwerte entwickelt. Positiv zur Performance hätten die Übergewichte in den entwickelten Ländern beigetragen wie der Stahlproduzent ArcelorMittal, der US-Kohleproduzent Peabody oder der kanadische Uranproduzent Cameco.

Die Unsicherheit am Nickelmarkt durch die angesprochenen Maßnahmen der indonesischen Regierung habe die Aktien des Nickel-Marktführers Norilsk Nickel gestützt. Die Positionen in den Goldwerten Newcrest und AngloGold hätten den Fonds dagegen im vierten Quartal belastet. Zudem sei die Aktie des Mineralsandprodzenten Iluka eingebrochen, nachdem das Unternehmen die Erwartungen für die Preisentwicklung der Hauptprodukte gesenkt habe.

Zum Ende des dritten Quartals habe ein Wechsel im Fondsmanagement stattgefunden. Die bisherige Investmentstrategie werde in groben Zügen beibehalten, allerdings setze das neue Fondsmanagement veränderte Schwerpunkte in der Aktienselektion, die bereits zu einer Veränderung des Portfolios geführt hätten. Hier sei insbesondere der stärkere Fokus auf stabile Businessmodelle mit geringem Investitionsbedarf zu nennen, um mit den freien Mitteln Dividendenzahlungen zu erhöhen oder Aktienrückkäufe ermöglichen zu können.

Im Berichtszeitraum sei neben einigen kleineren Änderungen der Gewichte bereits existierender Positionen insbesondere die Neueinführung der Position in Vallourec herauszuheben. Der Stahlhersteller sei spezialisiert in der Herstellung von Röhren mit starkem Marktanteil in Brasilien und den USA. Der Technologieführer könne seine Stärken insbesondere bei Zubehör für Horizontalbohrungen im Schiefergasbereich und der Förderung von Öl in extremen Tiefen ausspielen. Die Aktien seien nach der Verschiebung eines Großauftrages aus Brasilien unter Druck geraten, was einen günstigen Einstiegszeitpunkt geboten habe.

Die langfristige Perspektive halte das Fondsmanagement weiterhin für positiv. Die Bewertung von Bergbauaktien gegenüber dem Gesamtmarkt oder auch der eigenen Historie liege auf sehr niedrigem Niveau, da die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft belaste. Die aktuellen makroökonomischen Daten würden jedoch auf eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Verhältnisse in China hindeuten, welches als wichtigster Rohstoffverbraucher naturgemäß die größte Aufmerksamkeit genieße.

Optimismus schöpfe das Fondsmanagement hingegen auch aus guten Wirtschaftsdaten in den USA sowie erste Zeichen einer Aufhellung in Europa nach der Krise. Trotz der aktuellen Skepsis hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage der Schwellenländer, dürften Trends wie Urbanisierung und eine Anhebung des Lebensstandards langfristig intakt bleiben, was für eine starke Nachfrage nach Rohstoffen spreche. Die Preise sollten in diesem Szenario auch von der Seite des Angebots unterstützt bleiben, da die Komplexität von Minenprojekten zunehme. Steigende Investitionskosten, langwierige Genehmigungsverfahren sowie steigende Umweltauflagen seien hier nur einige Schlagworte. (20.02.2014/fc/a/f)