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Allianz Global Investors - Allianz Rohstofffonds: Q3/2013-Bericht, Zuwachs im zweistelligen Prozentbereich

Freitag, 25.10.2013 12:35 von Aktiencheck

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Allianz Rohstofffonds - A - EUR (Feederfonds) (Allianz Rohstofffonds A (EUR)) legt zu mindestens 95% im Allianz Global Metals and Mining (Masterfonds) an, so die Analysten von Allianz Global Investors.

Dieser engagiere sich am globalen Aktienmarkt vorwiegend im Segment Bodenschätze mit dem Ziel, auf langfristige Sicht Kapitalzuwachs zu erwirtschaften. Faktisch werde eine möglichst vollständige Beteiligung des Feederfonds am Masterfonds und dessen Wertentwicklung angestrebt.

Im dritten Quartal des Jahres hätten die Rohstoffaktien die Trendwende geschafft und zweistellig zugelegt. Die eingetrübte Stimmung der ersten Jahreshälfte sei aufgehellt worden durch makroökonomische Daten aus China und den USA, welche die Erwartungen übertroffen hätten. Neben dem Aktienmarkt habe sich diese Zuversicht auch im Segment der Rohstoffe gezeigt, wo Kupfer und Gold jeweils 7% an Wert gewonnen hätten.

Besonders herauszuheben sei die Weichenstellung der Federal Reserve Bank im September, an der expansiven Geldpolitik festzuhalten, was wiederum Aktien und Rohstoffe gestützt habe. Dieser Schritt habe den Marktteilnehmern die Sicherheit gegeben, dass die aktuell reichhaltig vorhandene Liquidität dem Wirtschaftskreislauf nicht schlagartig entzogen werde. Diese Rückführung der Liquidität - das sogenannte Tapering - sei im Vorfeld befürchtet worden, mit erheblichen Konsequenzen für die Finanzmärkte.

Der Fonds habe über das dritte Quartal im zweistelligen Prozentbereich zugelegt und sich besser als das Marktsegment Metall- und Bergbauwerte entwickelt. Hierbei hätten insbesondere die Übergewichtung der Produzenten von Industriemetallen und Eisenerz geholfen, wie etwa Glencore Xstrata, First Quantum oder Fortescue. Die Aktien von Edelmetallproduzenten hätten im dritten Quartal eine hohe Volatilität gezeigt, was zum einen auf der Unsicherheit hinsichtlich der US-Geldpolitik zum anderen auf Streiks in der südafrikanischen Bergbauindustrie zurückzuführen gewesen sei.

In der Summe sei die Positionierung in diesem Bereich dem Fonds zugute gekommen. Die Wertentwicklung habe die Übergewichtung des Uranproduzenten Cameco aufgrund von Produktionsproblemen einer neuen Mine in Canada belastet.

Zum Ende des dritten Quartals habe ein Wechsel im Fondsmanagement stattgefunden. Die bisherige Investmentstrategie werde in groben Zügen beibehalten, allerdings setze das neue Fondsmanagement veränderte Schwerpunkte in der Aktienselektion, die bereits zu einer Veränderung des Portfolios geführt hätten. Hier sei insbesondere der stärkere Fokus auf stabile Businessmodelle mit geringem Investitionsbedarf zu nennen, um mit den freien Mitteln Dividendenzahlungen zu erhöhen oder Aktienrückkäufe ermöglichen zu können.

Als Beispiel für eine veränderte Positionierung sei die Einführung von Southern Copper zu nennen, einem lateinamerikanischen Kupferproduzenten, der durch sein berechenbares Geschäftsmodell immer in der Lage gewesen sei eine Dividendenrendite weit über dem Sektor zu halten. Die Positionierung in den Subsektoren bleibe stark von der Übergewichtung zyklisch getriebener Aktien von Industriemetall- und Eisenerzproduzenten geprägt.

Der starke Verfall des Goldpreises und die einhergehende Schwäche der Goldunternehmen habe das Management veranlasst, die lange aufrechterhaltene Untergewichtung des Sektors zu schließen. Hier sei die Aktie des südafrikanischen Goldunternehmens AngloGold Ashanti zugekauft worden, nachdem der Arbeitskampf in den südafrikanischen Minen beigelegt gewesen sei. Untergewichtet würden weiterhin Aluminium- und Kohleproduzenten bleiben.

Die langfristige Perspektive halte das Fondsmanagement weiterhin für positiv. Die Bewertung von Bergbauaktien gegenüber dem Gesamtmarkt oder auch der eigenen Historie liege auf sehr niedrigem Niveau, da die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft belaste. Die aktuellen makroökonomischen Daten würden jedoch auf eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Verhältnisse in China hindeuten, welches als wichtigster Rohstoffverbraucher naturgemäß die größte Aufmerksamkeit genieße.

Optimismus schöpfe das Fondsmanagement hingegen auch aus guten Wirtschaftsdaten in den USA sowie erste Zeichen einer Aufhellung in Europa nach der Krise. Trotz der aktuellen Skepsis hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage der Schwellenländer, dürften Trends wie Urbanisierung und eine Anhebung des Lebensstandards langfristig intakt bleiben, was für eine starke Nachfrage nach Rohstoffen spreche. Die Preise sollten in diesem Szenario auch von der Seite des Angebots unterstützt bleiben, da die Komplexität von Minenprojekten zunehme. Steigende Investitionskosten, langwierige Genehmigungsverfahren sowie steigende Umweltauflagen seien hier nur einige Schlagworte. (25.10.2013/fc/a/f)