Top-Thema

20.11.17
ROUNDUP: AT&T wehrt sich gegen US-​Kartellklage wegen Time-​Warner-Übernahme

Allianz Global Investors - Allianz Rohstofffonds-Fonds: Spürbarer Rückgang im 1. Quartal 2013

Dienstag, 28.05.2013 14:01 von Aktiencheck

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Allianz Rohstofffonds - A - EUR (Allianz Rohstofffonds A (EUR)) (Feederfonds) legt zu mindestens 95% im Allianz Global Metals and Mining (Masterfonds) an, so die Analysten von Allianz Global Investors.

Dieser engagiere sich am globalen Aktienmarkt vorwiegend im Segment Bodenschätze mit dem Ziel, auf langfristige Sicht Kapitalzuwachs zu erwirtschaften. Faktisch werde eine möglichst vollständige Beteiligung des Feederfonds am Masterfonds und dessen Wertentwicklung angestrebt.

Im 1. Quartal 2013 hätten die Kurse der Rohstoffaktien im Vergleich zum Vorquartal deutlich niedriger notiert, während sich die globalen Aktienmärkte insgesamt positiv entwickelt hätten. Angesichts einer wieder gestiegenen Risikoscheu seien Aktien von Rohstoffunternehmen weiterhin von Investoren gemieden worden. Die Zypern-Krise habe daran erinnert, dass die europäische Finanzkrise noch nicht überwunden sei. Die weltweite wirtschaftliche Erholung habe sich zwar insgesamt fortgesetzt, wegen wieder höheren Erwartungen hätten die jüngsten Daten zur Konjunktur jedoch nicht mehr positiv überraschen können. So seien auch die überwiegend positiven Nachrichten aus China weitgehend ignoriert worden.

Die Unternehmensberichte zum 4. Quartal seien zwar überwiegend gut ausgefallen, seien aber teilweise belastet worden durch hohe Abschreibungen auf in den letzten Jahren getätigte Übernahmen und Großprojekte. Auch die Metallpreise seien im 1. Quartal gefallen, jedoch bei weitem nicht so stark wie die Aktienkurse. Insbesondere die Korrektur des Eisenerzpreises sei auch vor dem Preisanstieg gegen Jahresende 2012 zu sehen. Insgesamt hätten sich viele Rohstoffpreise vergleichsweise stabil gehalten, da sie von einem Lageraufbau in China profitieren würden. Der Goldpreis habe den Preisverfall des Vorquartals fortgesetzt und habe damit nicht von einer höheren Risikoscheu der Investoren profitieren können.

Im Quartal habe der Fonds einen spürbaren Rückgang verzeichnet und sei damit leicht hinter dem Durchschnitt des Börsensegments Metalle und Bergbau zurückgeblieben. Beeinträchtigt worden sei die relative Wertentwicklung vor allem von den beiden Kupferproduzenten Antofagasta und Kazakhmys, die beide von höher als erwarteten Produktions- und Investitionskosten berichtet hätten. Die Untergewichtung von BHP Billiton habe ebenso belastet, da sich diese Aktie aufgrund der breiten Diversifizierung bei fallenden Aktienkursen vergleichsweise stabil entwickle. Dem hätten positive Beiträge aus den übergewichtete Positionen in Iluka Resources, Xstrata sowie Cameco gegenübergestanden.

Das Fondsmanagement habe seine Strategie beibehalten und insbesondere auf Kupfer und Eisenerz gesetzt. Von den hohen Eisenerzpreisen sollten insbesondere die drei im Fonds hoch gewichteten Marktführer Vale (Brasilien), Rio Tinto und BHP Billiton (beide Australien) profitieren. Darüber hinaus bestünden kleine Positionen in Cliffs Natural Resources (USA) und Fortescue Metals (Australien), die ihre Erzproduktion deutlich ausweiten möchten, aber hohe Finanzierungskosten tragen müssten. Im Bereich Eisenerz sei das Engagement im Quartal nochmals leicht erhöht worden. Hierzu seien bestehende Positionen in Rio Tinto, Vale und Cliffs Natural Resources verstärkt worden.

Die Angebots-Nachfrage-Situation bei Kupfer sollte insbesondere Freeport McMoran, Antofagasta, First Quantum, Kazakhmys und Xstrata zugute kommen. Tendenziell gelte dies auch für Rio Tinto, deren große Kupfermine in der Mongolei dieses Jahr mit der Produktion beginne. Das Engagement im Bereich Kupfer sei nochmals erweitert worden, indem Kursrückgänge für Zukäufe in Antofagasta und Freeport McMoran genutzt worden seien. Darüber hinaus sei PanAust (Australien) neu aufgenommen worden.

Die höhere Gewichtung von Eisenerz- und Kupferproduzenten im Fonds sei zulasten von Gold- und Kohleunternehmen geschehen. Reduziert worden seien die Anbieter von Kraftwerkskohle Peabody Energy sowie China Coal Energy. Im Goldsektor sei Agnico Eagle (Kanada) aufgrund der hohen Bewertung vollständig verkauft worden. Reduziert worden seien auch Newcrest Mining (Australien) sowie Goldcorp und Eldorado Gold (beide Kanada).

Die Aussichten für Rohstoffaktien seien nach Ansicht des Fondsmanagements positiv. Aufgrund der Schuldenproblematik in Europa und damit verbundener Auswirkungen auf das globale Wirtschaftswachstum dürften die Rohstoffpreise und Aktienkurse jedoch schwankungsanfällig bleiben. Doch würden wichtige Indikatoren darauf hinweisen, dass sich die Weltwirtschaft 2013 günstiger als allgemein erwartet entwickeln könnte. Dies gelte vor allem für China, das weiterhin die Nachfrage nach Industrierohstoffen wie Kupfer oder Stahl bzw. Eisenerz dominiere. So wolle auch die neue chinesische Regierung den Ausbau der Infrastruktur wieder beschleunigen, wobei ein Schwerpunkt auf dem Eisenbahnbau liege. Wichtige Impulse dürften 2013 auch wieder vom Wohnungsbau und dem Trend zur Verstädterung in den großen Schwellenländern ausgehen.

Des Weiteren könnte in den USA die Industrieproduktion aufgrund niedrigerer Energiekosten stärker expandieren als vielfach erwartet. Nach dem umfangreichen Lagerabbau im Vorjahr dürften die Unternehmen angesichts wieder optimistischerer Absatzerwartungen ihre Läger wieder auffüllen. Der langfristige Wachstumstrend für Industriemetalle und Rohstoffunternehmen erscheine somit intakt. Gleichzeitig bleibe es langwierig und schwierig, das Angebot vieler Rohstoffe dem Nachfragewachstum entsprechend zu steigern. Zahlreiche Minen würden unter sinkendem Erzgehalt leiden, die Erschließung neuer Lagerstätten werde aufwendiger und nehme mehr Zeit in Anspruch, unter anderem aufgrund komplexer werdender Genehmigungsverfahren.

Zudem hätten etliche Rohstoffunternehmen 2012 angesichts stark gestiegener Kosten und unsicherer Wirtschaftslage Investitionsprojekte zurückgestellt. Somit sollten die Rohstoffpreise langfristig auch von der Angebotsseite auf hohem Niveau bleiben. Gleichzeitig würden die zurückhaltenden Investitionen tendenziell den Spielraum für Dividendenzahlungen der Rohstoffunternehmen erhöhen. Nicht zuletzt von der Bewertungsseite würden Rohstoffaktien nach wie vor attraktiv erscheinen. (28.05.2013/fc/a/f)