Allenfalls eine Atempause

Donnerstag, 27.10.2016 11:00 von

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) kann positiv überraschen. Ein genauerer Blick zeigt: Die Bank macht Gewinne in Bereichen, in denen Kürzungen anstehen – und verdient in stabileren Geschäftsfeldern weniger.

Nach einer ganzen Serie negativer Meldungen hat das größte Kreditinstitut im dritten Quartal mit einem Gewinn aufgetrumpft. Damit hatten die wenigsten Finanzprofis gerechnet, Analysten hatten im Durchschnitt mit 600 Millionen Euro Verlust gerechnet. Auch die dünne Kapitaldecke konnte die Bank ein wenig aufpäppeln. Das dürfte Balsam für die gebeutelten Aktionäre und die tief verunsicherten Mitarbeiter des Instituts sein.

Mehr als eine willkommene Atempause ist der dritte Quartalsbericht jedoch nicht. Ein genauerer Blick in das Zahlenwerk zeigt: Die Bank verdankte es in erster Linie einem guten Ergebnis im Anleihehandel, also genau dem Bereich, der durch strengere regulatorische Vorschriften für Banken eher unattraktiver wird und in dem die Deutsche Bank weitere Kürzungen prüft. Dagegen hat die Bank mit stabileren Geschäftsfeldern wie dem Transaction Banking und dem Asset Management – rechnet man den Beitrag des verkauften Versicherers Abbey Life heraus - weniger verdient.

Wie ein nachhaltiges Geschäftsmodell für die Deutsche Bank aussehen könnte, ist mit Vorlage der Quartalszahlen jedenfalls nicht beantwortet. Die Frage nach der künftigen Strategie bleibt damit die Gretchenfrage für das Geldhaus. Nur lässt sich diese Frage bis auf weiteres kaum beantworten: Bevor die Deutsche Bank nicht ihre wichtigsten Rechtsrisiken mit den Behörden beigelegt hat, wird die Bank sich kaum dazu äußern.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.